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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1920-01-01 · XIII. (1920) · page 149

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XIII. (1920)
Date
1920-01-01
Page
– (sequence 149)
Language
German
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IRI
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98 Samael de Caseres bekundet Reue über sein Verhalten gegenüber dem Vorstände. Zwar ist bei derartigen Personen keine Avissieht auf Besserung, doch darf man sie auch nicht ganz fallen lassen. C. darf, von Sabbat an, die Synagoge wieder besuchen, wird aber bis Rosasanä von den Verlosungen und Misvot ausgeschlossen and muss 4 Rt. Basse zahlen. Frau Raquel de C. wird aufgefordert, ihren Sohn Abräo binnen 14 Tagen von hier fortzuschicken, weil sein Verbleiben der Gemeinde zum Nachteile gereicht. Simon Jesurun and Jacob Frazäo hatten sich zunächst bereit erklärt, die Angelegenheit der von ihnen in Glückstadt geleisteten Eide durch unseren Chacham entscheiden zu lassen. Nach reiflieber Überlegung beschliesst jedoch der Vorstand, die Parteien wieder an die Gerichtsbehörde in Glückstadt zu verweisen, um dort ihr Reeht zu suchen. GajfcMa* Schwiegersohn des Haim Saruco, bittet um Unter- Stützung, da er umkomme. Man lässt ihm sagen, der Vorstand sei bestrebt, die Gemeinde zu entlasten, nicht aber ihr neue Lasten aufzubürden. Falls er wieder in seine Heimat zurückkehren oder gleichviel wohin_ziehen wolle, werde man ihn unterstützen, andernfalls dagegen nicht. Trotzdem lässt man ihm durch den Schatzmeister 20 Rt. zugehen, wie wenn dieser Betrag aus den Privatmittein der Vorstandsmitglieder gewährt worden. J Um durch Vermittlung des Ishac da Silva ein freundschaftliches Verhältnis mit dem neuen Geistlichen anzubahnen, hatte die Tochter des Genannten der Frau des Geistlichen einen Besuch abgestattet, welche sie gastfrei aufnahm und sich freute, als ihr auch ein Besuch der Matter in Aussicht gestellt wurde. Bei einem späteren Besuche war das Fräulein da Silva erstaunt zu hören, dass jemand von seiten des Vorstandes hingeschickt worden war, bei welcher Gelegenheit der Pastor sich hatte verleugnen lassen. Jacob de Crasto, den man, der Beschreibung nach, in Verdacht hatte, in unbefugter Weise vorgegangen zu sein, beteuerte seine Unschuld; er würde doch nicht so verwegen sein, sich eine solche Freiheit zu nehmen« Man lässt daher durch da Silva sagen, dass von seiten

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