Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIII. (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- – (sequence 147)
- Language
- German
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96 Fonseca und Gliedes unterzeichnen eine Kompromissurkunde in betreff einer Kostenforderang des G. in der Sache Jogen Romp. Einige leichtfertige junge Leute, welche in den Strassen Tumult erregen, ohne zu bedenken, welcher Schaden uns hieraus erwächst, erhalten einen scharfen Verweis. Einem von ihnen, Samuel de Caseres, wird der Besuch der Synagoge bis auf weiteres verboten. « .— , - Wie der Herr Ü. H. mitteilt, haben die Fleischer mehr Hammel geschlachtet als erforderlich sind, so dass sie seit einigen Tagen Fleisch übrig haben. Damit solche Irrtümer sich nicht wiederholen, wird verfügt, dieses Fleisch unter die Bedürftigen zu verteilen. \ Die Frau des Jacob de Mattos erhält auf Ersuchen einen Kt Unterstützung. Eliao Aboaf hat der Frau Abarbanel geschrieben, sie möge doch für ihn die Erlaubnis erwirken, hierher zu kommen, um sich trauen zu lassen. Das betreffende Gesuch wird jedoch, mit Rücksicht auf unsere eigene Ruhe, wiederum abgelehnt. Man will einen solchen Menschen hier nicht dulden. Es verlauten Klagen darüber, dass sich junge Leute im Hause des Jacob de Tovar einfinden, um zu spielen, was mit grosser Ruhestörung verknüpft sei. Dem T. wird anbefohlen, jenes Spiel, aus welchem ihm ohnehin kein Vorteil erwächst, nicht mehr zu dulden. Im Weigerungsfälle sollen ihm das Tamid und die sonstigen Vergünstigungen entzogen werden. Auf wiederholte Klagen über Abraham de Salamäo de C., dessen Verhalten ein derartiges ist, dass es nicht einmal angedeutet werden kann, ist man fest entschlossen, diesen Menschen von hier auszuweisen. Seine Mutter soll demnächst aufgefordert werden, ihn fortzuschicken, denn ein solches Gift müsse aus der Welt geschafft werden (botar do Mundo). Dem Benjamin de Rimini werden wegen seiner grossen Not 2. Kt. bewilligt.