Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIII. (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- – (sequence 145)
- Language
- German
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94 sollen den Mitgliedern zu Tisabeab, nach wie vor, Kerzen geliefert werden. Robi Palache bittet um Gehaltsvorschuss, um seinen Söhnen, welche nach Sale gereist sind und infolge Anlaufens verschiedener Nothäfen grosse Kosten gehabt haben, zur Hülfe zu kommen. Trotzdem man derartige Gesuche prinzipiell stets zurückweist, will man dem Gesuchsteller, um ihn nicht ganz leer ausgehen zu lassen, 10 Rt. bewilligen1). Wie Josef Jesurun mitteilt, hat Jacob Frazäo bei dem Kanzleigerieht in Glückstadt die Richtigkeit einer von demselben eingereichten Rechnung mit einem feierlichen Eide bekräftigt, obgleich J. Briefe in Händen hat, die das Gegenteil beweisen würden. (Es handelt sich um den Verkauf von Perlen und 2 Tonnen Zucker). J. wird ersucht, von der Weiterführung des Prozesses abzusehen, damit, da wahrscheinlich noch mehr Eide erforderlich sein werden, keine fernere Entweihung (Profanamento) begangen wird. 13. 8. M. Man wird versuchen, den Frazäo zu bewegen, seinen Prozess nach dem Din Tora entscheiden zu lassen. Moseh Baruc Loisada hat eine Geldforderung an Gerson % Israel. Der Präsident übernimmt es, die Parteien zu einem Vergleich zu bringen. Dem als sehr bedürftig bezeicbneten David Hoef (Oheb) werden zur Linderung seiner Not M. 8.— bewilligt. — Möge Gott allen helfen und uns vor schlimmen Begegnissen behüten l Der Präsident hat von Aräo Moreno in Glückstadt ein Schreiben erhalten, in welchem dieser um die Erlaubnis bittet, sich hier aufzuhalten. Aus Gründen, die der Vorstand geheim hält, lässt man seinem Bruder Gabriel Moreno sagen, jener solle י) Hier wie bei vielen anderen Gelegenheiten sehen wir, dass der Vorstand die von Ihm selber erlassenen strengen Vorschriften zu umgehen weiss, sobald es sich darum handelt, Bedürftigen zu helfen,