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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1920-01-01 · XIII. (1920) · page 142

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XIII. (1920)
Date
1920-01-01
Page
– (sequence 142)
Language
German
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91 wird das frühere Dekret aufgehoben und ihm der Besuch der Synagoge wieder freigegeben. 8. Kislev. Calvo bittet durch Vermittlung von Abraham Naar um Erlaubnis, auf zweimal 24 Stunden das Gebiet zu betreten, um sich einzuschiffen und seine Überfahrt zu bezahlen. Auf Fürsprache des Naar wird diese Erlaubnis gewährt. ln Sachen des Heiratsgeldes der Raquel de Vargas findet eine Beratung statt, bei welcher Dr. Jshac Pimentei den Vorsitz führt, während Josef Frances, dessen Frau eine Kusine der Sara de Vargas ist, an derselben nicht teilnehmen darf. Man lässt alle Zeugen erscheinen, in deren Gegenwart Jshac da Silva, Schwager des Samuel de Lima, erklärt hatte, dass er bereit sei, bei Verheiratung der Raquel de V. das Geld gegen genügende Quittung auszuzahlen. Die Herren Deputierten in Begleitung des Herrn Jshac Senior sollen dem da Silva vorstellen, er dürfe seinen Groll nicht an einer unglücklichen Waise auslassen, und ihm von neuem die nötigen Sicherheiten bieten. 16. s. M. Jshac Naar Pardo erneuert seine gewohnten Klagen in betreff der Differenzen mit Dr. Baruch Namias. Die Herren H. H. werden dringend gebeten, diese lästige Sache, bei welcher nach Ansicht des Vorstandes Naar im Recht ist, binnen acht Tagen aus der Welt zu schaffen, was sie zu tun versprechen. Simäo Jesurun klagt gegen Jshak da Silva, weil dieser seine Miete nicht zahlen wolle. Derselbe habe zwar einen Gegenanspruch, weil er ihm das Haus nicht habe malen lassen; dies solle aber zum Sommer geschehen. Dem Simäo J. wird gleichzeitig empfohlen, seinen Prozess mit Jacob Frasäo und der Witwe Ester de Caseres, dem eingegangenen Kompromiss gemäss, durch Schiedsrichter erledigen zu lassen, um keine unliebsamen Dinge und Gehässigkeiten vor die weltlichen Gerichte zu bringen, bei denen wir ohnehin so ungern gesehen werden.

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