Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIII. (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- – (sequence 138)
- Language
- German
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8? 16. 8. M. Samuel Guedes erklärt bezüglich seiner Angelegenheit mH Jacob da Fonseca, er sei damit einverstanden, dass die Schiedsrichter Jsrael Bravo und Jshac Nunes Henriques ihren Spruch ab• geben; nur bitte er darum, dass diese auch das früher erwähnte Schriftstück des Cunha berücksichtigen, welches dem Fonseca zugestellt worden. Die Schiedsrichter sollen dementsprechend instruiert werden. Jshac, Sohn des H. H. Abraham da Fonseca, wird vorgeladen, um sich über ein von Jacob Rafael Senior mit einem Hans Dircs geschlossenes Diamant-Kaufgeschäft zu äussern. F. erklärt, er wisse davon nichts. Wie es heisst, soll Jacob de Simion Machoro den Ankauf gemacht haben. Da derselbe aber nach Glüekstadt gereist ist, wird die Sache bis zur nächsten Sitzung vertagt. Der Satzung gemäss wird darauf hingewiesen, dass denjenigen, welche bei Eintritt des zweiten Quartals für das erste noch nicht bezahlt haben, der Zutritt zur Synagoge verboten ist. Dem Jshac Mendes erteilt man eine scharfe Rüge. Er müsse für die Synagoge gute Wachskerzen hersteilen; man würde ihm andernfalls die Lieferung entziehen und die Kerzen von Amsterdam kommen lassen. M. entschuldigt sich; er werde seine Ware dem Schatzmeister vorlegen, um die Verleumdungen der Leute zu widerlegen. Der Präsident wird benachrichtigt, dass Jacob Musafia neue Münzen in Deutschland (terra de dutes) einführe, während der Verkehr mit fremden Geldsorten jüngsthin verboten worden sei. Da M. zur Zeit verreist ist, lässt man seinen Schwager David Abendana rufen und beauftragt diesen, ihm jenes Verbot mitzuteilen, was derselbe zu, tun verspricht. 24. 8. M. Der Schatzmeister wird beauftragt, dem Calvo, anstatt 4 Rt., 6 Rt. zu geben; nur müsse dieser bis Mittwoch abreisen, da man sonst zu strengen Mitteln greifen müsse.