Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIII. (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- – (sequence 136)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/3486266-3486291--5320-3491691- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
8S es bedürfe keiner weiteren Schritte. Er, Senior, halte es für richtig, wie er es schon bei früheren Gelegenheiten getan, den Herren Deputierten hiervon Mitteilung zn machen, damit sie gelegentlich ihres Besuches bei dem präsidierenden Bürgermeister diese Sache fördern. Dem Abraham de Caseres lässt man ansagen, er müsse die ihm auferlegte öffentliche Abbitte bis nächsten Donnerstag verlesen, da sonst gegen ihn vorgegangen werden solle. 9. s. M. Abräo Gomes weigert sich, Gemeindebeitrag zn zahlen. Er macht geltend, er habe bereits gezahlt, als er das letzte Mal nach Amsterdam reiste; er halte sich hier nur als Fremder auf, und seine Frau habe bei ihrer Schwester gewohnt. Da sich herausstellt, dass er bereits M. 50.— entrichtet hat, soll er nur noch M. 20. —, sowie M. 4,12 an Spenden zahlen. 12. s. M. Der Herr H. H. bringt zur Anzeige, dass, wie sein Sohn Jonatan Jsrael ihm mitteilt, Abraham, Sohn des Salamäo de C., einem Steinschneider 24 Diamanten entwendet hat. Der angeschuldigte junge Mann, welcher bereits in Glückstadt ähnliche Streiche begangen hat, wird den Zeugen gegenübergestellt. Er leugnet zwar seine Schuld, wird jedoch überführt. Es soll am nächsten Sonntag beschlossen werden, was zu tun ist. Ishac Naar führt schon seit 2 Jahren einen Prozess gegen Barueh Nahmias wegen des Heiratsguts seiner Tanten. Er wünscht, ein Mitglied des Vorstandes zum Obmann ernannt zu haben, worauf man ihm erwidert, dass die Herren H. H. Moseh Jsrael und Jacob Soportas mit der Sache betraut seien. Diese berichten, nicht sie seien an der Verschleppung der Angelegenheit schuld, sondern diejenigen Personen, welche ihnen in ungebührlicher Weise ant- Worten, wodurch sie sich in ihren Verhandlungen gehemmt sehen. Die Herren H. H. werden angewiesen, solche Personen zur Anzeige zu bringen, damit der Vorstand gegen diese einschreiten kann. 12. s. M. Ishac Senior berichtet über seine Unterredung mit Bürgermeister Jaar. Dieser habe in einer liebevollen (amorosamente),