Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIII. (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- – (sequence 134)
- Language
- German
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83 Zur Nachachtung für die späteren Vorstände soll diese Verwarnung in das Gemeindebuch eingetragen werden. Wir hoffen zu Gott, dass sie sich wirksam erweisen möge, sodass keine weitere Ermahnung erforderlich wird1). 30. Tisri. Samuel Guedez überreicht seine Spesenrechnung für Jaeob da Ponseca. Aräo Senior soll dieselbe prüfen. Samuel de Lima ist seit mehreren Jahren mit dem Beitrag zur Sedacä und der Gemeindeabgabe rückständig. Es wird mit ihm vereinbart, den Gesamtrückstand auf M. 600.— festzusetzen, wovon er im Januar M. 300.— und den Best vor Ablauf der Amtsdauer des jetzigen Vorstandes bezahlen soll. Er verspricht, seine Rechnung in Zukunft alljährlich zu begleichen. 3. Hesvan 5430. Die Deputierten berichten, dass sie mit dem Herrn präsidierenden Bürgermeister Schult wegen des gegen uns gerichteten, am Stadthause angeschlagenen Pasquills (pascin) Rücksprache genommen und ihn gebeten haben, dieserhalb Vorkehrungen zu treffen, weil wir alle befürchten, dasselbe könne einen Volksaufstand herbeiführen. Der Bürgermeister habe in leutseliger Weise erwidert, dass bereits Massregeln dagegen ergriffen worden seien; man habe die beiden Hauptleute Colin am Dreckwall und Johann Ipen (?) am Mönkedamm, sowie Mauris Euen am Rengmark (Rödingsmarkt?) mit genügenden Weisungen versehen. Der Hohe Senat sorge für gehörige Aufrechthaltung der Ordnung. Jacob Pardo klagt in gewohnter Weise gegen Baruch Namias. Es soll zunächst der Bericht der Herren H. H. abgewartet werden, bei denen die Sache anhängig ist. 0 Der Senat, auf dessen Veranlassung, wie naeh früheren Vaigängen angenommen werden darf, obige Ermahnung erfolgte, seheint den Einflüsterungen einer Partei Gehör geschenkt zu haben, die unausgesetzt bestrebt war, unsere Glaubensgenossen zu verleumden und in den Augen der Welt herabzusetzen. Eben jene Partei war es auch, die den geplanten Bau oder Umbau der Synagoge mit allen erdenklichen Mitteln zu verhindern suchte. Diese beständigen An־ feindungen haben es schliesslich bewirkt, dass eine grosse Anzahl angegehener Gemeindemitglieder Hamborg den Rücken wandte,