Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XIII. (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- – (sequence 127)
- Language
- German
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6. s. M. Jeosua Abensur hat Differenzen mit seinem Schwager Ishack de Andrade und mit Netanel Obediente. Er bittet, man wolle den O. zwingen, Schiedsrichter zu wählen, damit die Sache nicht an das weltliche Gericht gelangt, wo unsere Angelegenheiten zur Zeit ungern gesehen werden. Das Tamid, welches den Abarbaneis und der Frau Obediente entzogen worden, soll ihnen nunmehr weitergezahlt werden; der letztgenannten, weil; wie der Herr H. H. mitteilt, ihr Vater Ishack Aboaf Pais die Supplik zurückgezogen hat. Das Gehalt des ßoby Mose Jesurun bleibt, wie früher, auf M 400.— festgesetzt. Frau Saraiva bittet um Vorschuss auf ihr Tamid, da sie ihren Sohn nach Barbados schicken wolle. Sie erbietet sich, ihren Bruder Ishack da Fonseca als Bürgen zu stellen. Mit Eücksicht auf die vorjährige Verordnung wird das Gesuch jedoch abgelehnt. 14. Tisri. Es erfolgt die Verteilung der Salos-Peamim-Spende in Höhe von M 85.—, laut Verzeichnis. Ausnahmsweise werden hierbei auch Salamäo Hoef (Oef) und Daniel Serumba bedacht. Ham Saruco bittet um Gehaltsvorschuss für zwei Quartale,' da er verschuldet sei, bei dem Schächtergewerbe nicht viel verdiene und man ihm für das Schlachten von Geflügel nicht einmal zahle. Er wird mit seinem Gesuche abgewiesen, wobei man ihm den Bat erteilt, für niemanden ohne Bezahlung Geflügel zu schlachten. Der Frau Banca (?) lässt ,man, weil sie Not leidet und obgleich Grande dagegen vorliegen, durch den Herrn H. H. eine Unter- Stützung von M 18.— überreichen. In der Sache Abensur, Andrade und Abudiente werden neue Schiedsrichter erwählt, weil die anderen sich für befangen erklären. Am 4. der Mitteltage von Sucot versammelt sich der Vorstand auf Antrag des Deputierten Ishack Pimentel und des Jacob