Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1920-01-01 · XIII. (1920) · page 126

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XIII. (1920)
Date
1920-01-01
Page
– (sequence 126)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
91% known words query
IRI
…/3486266-3486291--5310-3491681
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

15 (com san consiensia), ohne Leidenschaft und ohne Privatinteresse wahrnehmen werden. Hierauf werden die Unterstützungs- und Gehaltslisten einer Durchsicht unterzogen. Asser Luria 8011, weil er jetzt allein ist (por ser so hua boca), nur M 4, 8 S. erhalten. Ferner wird, mit Rücksicht auf die Ausschreitungen des Ishaek Aboaf Pais, seiner Tochter Ester Obediente das Tamid entzogen. Man will versuchen, ob es auf diese Weise gelingt, jenen von seiner Ungebühr der Gemeinde gegenüber abzubringen. Die Witwe des Daniel Coen soll, anstatt M 7.—, nur M 6.— erhalten. Die Beamtengehälter sollen dieselben bleiben wie bisher. Nur das Salär des Robi Moseh Jesurun1) wird, wegen seiner geringen Berufstätigkeit und weil er nur wenige Schüler hat, auf M 300.— angesetzt. Gleichzeitig wird Herr Aräo Senior als Parnas von Ez Haim beauftragt, sich um den Stand der Talmud Tora zu bekümmern. Den Damen Ceirosas (Queirosas) wird das Tamid von M 9.— auf M. 7.— ermässigt. Von neuem wird bestätigt, dass der Schatzmeister das Tamid oder eine Unterstützung von privater Seite nur persönlich oder durch ein Mitglied seiner Familie überreichen darf, bei Strafe von 10 Rt. zum Besten der Armenkasse. 4. s. M. Es erfolgt eine Beratung mit den Deputierten Ishaek Pimentei und Selomo Cohen. Wie man erfahren hat, soll am näehsten Mittwoch eine Sitzung der Bürgerschaft (bnrgearia) stattfinden, und man befürchtet, dass der Oberkirchenrat (Menisterio) sich einmisehen wird. Die Deputierten halten es nun für zweekmässig, mit dem präsidierenden Bürgermeister Schult sowie auch mit dem Syndikus Paulo 2) Rücksprache zu nehmen, um zu erfahren, ob eine Supplik an den Senat angebracht ist. Zur grösseren Vorsicht ersucht man Herrn Ishaek Senior, sich an den Bürgermeister Jar (Jarch?) und den Präsidenten Schult zu wenden und sie um ihre Gewogenheit (sua graga) zu bitten, indem er ihnen zu verstehen gibt, dass wir uns nicht undankbar erweisen würden. Er soll sich auch an den Lizentiaten Mors (Mohr) wenden, damit uns dieser in allem beisteht. , *) Vgl. Jahrb. XI, S. 32 f. 9) Der ganze Name lautet Borderio Paulo.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.