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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1920-01-01 · XIII. (1920) · page 82

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XIII. (1920)
Date
1920-01-01
Page
– (sequence 82)
Language
German
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31 ist mit dem Felde zugleich auch das auf demselben stehende Ge־ treide verkauft, auch wenn es schon reif zur Ernte, jedoch noch nicht abgemäht ist1). Auch das Rohrdickicht geht mit dem Felde in den Besitz des Käufers über, sogar wenn das Rohr sehr stark ist, jedoch darf das Dickicht die Grösse eines Viertel Kab Saat־ gut2 *) nicht überschreiten, denn nur dann ist sein Wert im Vergleiche zum Werte des Feldes so minimal, dass es fast verschwin־ dend ist *). Die Hütte des Wächters am Felde wird als zum Felde gehörend betrachtet, wenn sie mit Lehm betüncht oder aus Lehm hergestellt, jedoch nicht in der Erde festgebaut ist 4). Von den im Garten befindlichen Fruchtbäumen sind die gewöhnlichen Arten mit dem Felde zusammen verkauft; Ausnahme bilden folgende Bäume, die besonders wertvoll sind, bei denen aber dennoch die Möglichkeit vorhanden ist, dass sie, obzwar in der Urkunde nicht gennant, zum Kaufe gerechnet werden, es sind dies: ein junger, noch nicht gepfropfter Johannisbrot bäum, und der noch unbehauene Maulbeerfeigenbaum (5(בתולת השקמה), weil diese in bestimmt und schon abgeschält seien, nicht aber, dass sie in der Erde stecken. ') b. b. 69a: אף על גב דמטאי למחצד. denn der Grundsatz: בל העומד לקצור כקציר דמי wird beim Kaufe ausser Acht gelassen, siehe R. Samuel b. MeTr z. St.; hingegen kommt hierbei der Grundsatz: בל המחובר לקרקע כקרקע דמי zur Geltung, s. R. Gerschom z. St. *) Kab ist eigentlich ein Hohlmass von 2,1885 1., wird dann übertragen als Mass einer Fläche, wo ein Kab ausgesät wird, gebraucht, siehe Krauss, Talmudische Archäologie II S. 392 und 395. 8) Abweichend hiervon lautet die Erklärung des R. Hai Gaon im ספר מקח וממכר xx s. 44 a: אם היה שס מקום נפרד בפני עצמו שהוא פחות מרובע קב זרע הרי הוא נמכר עמה ואף על פי שהוא גדור ומתוקן כדתנן ואת מחיצת הקנים מקום שהיא פחותה מבית רובע ואע״ג דאלימי. 4) Die Erklärung dieser Talmudstelle gründet sich auf die verschiedenen LA.; der oben erwähnte Text ist hach der LA. des R. Hai Gaon a. a. O., R. Chan an el (siehe Tossaphoth z. St. 8. v. י(ואת השומירה Alfasi, Maimonides, Mechira XXVI,s, R. Ascher z. St., Choschen Mischpat 215, *, שימה מקובצת und 2 תפארת ישראל. St., so auch in einigen Handschriften der Misehna siehe 1 שנויי נוסחאותm Mischnajoth ed. Wilna 1908. Hingegen haben R. Gerschom, R. Samuel b. Meir, Tur Choschen Mischpat 215 und R. Elieser aus Metz (siehe im שיטה מקובצת z• st.) die la. שאינה עשויה בטיט un<180 auch die meisten Mischnaausgaben. k 5) Die Zweige des Maulbeerfeigenbaumes werden nämlich, wenn der Baum schon stark und gross ist, abgehauen, damit stärkere Zweige nach-

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