Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1918-01-01 · XII. (1918) · page 304

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XII. (1918)
Date
1918-01-01
Page
– (sequence 304)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
95% known words query
IRI
…/3486266-3486293--5156-3491526
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

301 abzuleugnen nicht imstande war 1). Über die Glaubhaftigkeit der Lehre von der Seelenwandernng von seinem Sohne Jehnda befragt, erklärt er kurz: ״In diesen Dingen ist der Verstand unzulänglich. Ist es Überlieferung, dann lasst uns daran festhalten2״). Die religiöse Mystik, vor allem die Symbolik der deutschen Juden, war von ihm geachtet und geschätzt3), und dieser Zug hat dann in seinen Söhnen4), besonders aber Jakob b. Ascher, tiefe Wurzeln geschlagen. 1 X. Ascher b. Jechiels Schriften. I. הלכות הרא״ש ,(5פסקי הרא״ש oder ס׳ האשדי, Ascher b. Jechiels Hauptwerk, an dem er von ca. 1310—1327 6) arbeitete, ist ein für die halachische Praxis bestimmter, aller Nebensachen entkleideter Gesetzeskodex nach Axt der Halachot des Alfasi, die sich R. Ascher auf die warme Empfehlung seines Lehrers Meir aus Rothenburg hin zum Muster nahm 7). In diesem Werke werden טור יו״ד (ג Nr. 179 Ende. 2) טעם זקנים ed. Elieser Aschkenasi, Frankfurt a. M. 1854 f. 66 a. 3) Vgl. Ascher RGA. Nr. 4 2®. Ascher selbst ist im Besitze eines alten Gematria-Büchleins zum Gebetbuche. 4) Dem Leben und Wirken von R. Aschers Söhnen und Nachkommen gedenke ich einen besonderen Aufsatz zu widmen. 5) Benjacob 989 ת ,1052 א. Michael S. 259. — de Rossi, Historisches Wörterbuch s. v. Ascher b. Jechiel nennt das Werk fälschlich קיצור ססקי הרא״ש. e) Sal. b. Adereth wird 18 ־1 עירובין bereits als verstorben bezeichnet. Die פסקי סנהדרין sind 313 נ geschrieben (siehe Michael a. a. ö.). In der späteren halachischen Literatur ist eine vielbehandelte Streitfrage, ob R. Ascher seine פסקים vor den RGA. verfasst habe (die Quellen bei Michael S. 259; vgl. □62 שבעה עיניh) Oder umgekehrt. Wie schon Michael a. a. 0. bemerkt, lässt sich die Frage prinzipiell gar nicht beantworten. Wenn also Jehnda b. Ascher RGA. Nr. 15 schreibt, ״die Gutachten“ seines Vaters seien vor den פסקים verfasst, dann meint er mit ״Gutachten“ vielleicht die erste Sammlung der שו״ח הרא״ש, die sein Bruder Jakob b. Ascher bei Lebzeiten des Vaters angelegt hat (hierüber siehe unter II, Rechtsgutachten R. Aschers). 7) Ascher RGA. Nr. 84 s. Siehe Jerucham מישרים Einleitung (f. 2 c) וגם פסקות שחיבר על ספרי הרב אלפסי זצ״ל •; ▼gi• יט«»8) יד מלאכי» 1857) n f. 129 d Nr. 28-29.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.