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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1918-01-01 · XII. (1918) · page 305

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XII. (1918)
Date
1918-01-01
Page
– (sequence 305)
Language
German
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IRI
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302 die Lehrergebnisse der beiden voneinder so lange getrennten, in ihrer Lehrweise grundverschiedenen deutschen und spanischen Schalen von R. Ascher, der sie beide aufs Gründlichste kennen gelernt hat. einer strengen Kritik unterzogen und ein Ausgleich zwischen ihnen hergestellt, sodass dieses Werk in allen Ländern der Diaspora Eingang finden konnte und wegen der Gediegenheit in seiner Auswahl und gedrängten Kürze auch wirklich fand. Aschers Hauptzweck in diesem Werke war es, eine einwandfreie Erklärung des Talmuds zu liefern *), die in Spanien sehr vermisst ' wurde1 2). An Knotenpunkten der Halacha, wo es gilt, verschlungene Grundsätze zu entwirren, bietet er nicht selten eine klare Ubersicht.3). Das Werk lehnt sich zumeist an Alfasi, in zwei Traktaten4) an Nachmani so eng an, dass Ascher sie oft wörtlich — ohne Rücksicht auf seinen persönlichen Standpunkt — kopiert5 6 7). Ausser Alfasi benutzte er sehr viel den Jeruschalmi, verschiedene Tossafoth und Werke deutscher, vornehmlich aber spanischer Lehrer. Wir können in diesem Werke zwei Teile unterscheiden: A. Pessakim zu sämtlichen Talmudtraktaten bis auf ,חגיגה תמורה ,ערכין ,מעילה ,מגחות ,זבחים ,הוריות ,כריתות ,סוטה ,מיד, wohl auch 6 בבא קמא), und Teile von ד פסחים) und 8 יומא). Die chronologische Reihenfolge der Abfassung dieser Pessakim zu den einzelnen Traktaten lässt sich ungefähr folgendermassen bestimmen9): ברכות, 1) Vgl. יד מלאכי n f. 130 a Nr. 32. 2) Jehuda b. Aschers Testament (1885 בית תלמוד S. 374 unten). s) Kamioka in Winter und Wünsche, Die jüd. Literatur II. gibt eine Probe aus Aschers Pessakim in deutscher Übersetzung. 4) Asulai ברכי יוסף Jore Dea 321 Nr. 2. Michael a. ä. 0. יד מלאכי ף a* a0 ״. Nr. 31. 6) In diesem Traktat schlägt R. Ascher einen ganz anderen Weg ein als in den פסקים zu anderen Talmudtraktaten (vgl. יד מלאכי a• a• O.JNr. 41 und Michael a. a. 0.). Entweder ist dies der erste Traktat, den R. Ascher bearbeitete (vgl. יד מלאכי a• a• 0• Nr. 84), ohne mit sich über die Behandlungsweise einig zu sein, oder — was wahrscheinlicher ist — gehören die פסקי בבא קמא zu R. Aschers Tossafoth oder □חידושי. R* Ascher selbst nennt sie פרישה (nach Joel Serkes’ Bemerkung in פסקי ב״ק VL 4). 7) Abschnitt V—IX, weil diese vornehmlich einen Stoff behandeln, der für die Praxis im Exil nicht in Frage kommt. •) Abschnitt I—VII einschl., aus ebendemselben Grunde. 9) Ascher verweist nämlich in seinen פסקים zu שבת (H* 17) auf die von 15 •11) ביצה «1 ,ברכות) auf סוכה ,שבת (Hi- 26) auf ר״ה (von ר״ה

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