Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XII. (1918)
- Date
- 1918-01-01
- Page
- – (sequence 268)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/3486266-3486293--5120-3491490- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
265 sein ältester und begabtester Sahn Jechiel, der bereits Verfasser von mehreren Werken war und mit seinem Vater mehr als alle anderen Söhne in brieflichem Verkehr stand, starb plötzlieh in der Blüte der Jahre (vor 1315) 1 2). R. Aschers Gesundheit war im späten Alter auch schon zerrüttet. Er musste einmal zehn Tage lang das Bett hüten und war so entkräftet, dass er sich anstrengen musste, einen halachischen Bescheid niederzuschreiben3). Später konnte er auch das nicht mehr. Er diktierte dann nur noch die Gutachten und Unterzeichnete sie selbst3). Am 16. August 1327 wurde ihm seine Gattin, die ihn mehr als sechzig Jahre auf seinem Lebenspfade begleitet hatte, durch den Tod entrissen 4). Schon zehn Wochen darauf, am 24. Oktober 1327 5 * *), folgte der greise *) Er ist aut der Urkunde in 1885 בית תלמוד S. 375 nicht mehr mit unterschrieben. 2) Ascher RGA. Nr. 354 b Ende. Nach einer Hypothese von J. Loeb in REJ. 13 S. 138—139 wurde Jehuda b. Ascher im J. 1321 von der Gemeind• Toledo als Rabbinatsverweser eingesetzt, der den greisen Vater vertreten sollte. *) Das. Nr. 58 und 439:... נאים המצוה לכתוב וחותם 4) S. D. Luzzatto אבני זכרןן S. 13 Nr. 8, daselbst die Grabschritt. ö) Für das Todesjahr Ascher b. Jechiels linden wir in den Quellen die verschiedensten Angaben: Menachem b. Seraeh gibt in der Einleitung zu צירח לדרך das Jahr 5081 an. Dieser Angabe folgt u. a. Sen. Sachs, Catal. Günzbürg S. 29 Anna. 17 und S. 35 Anm. 20, Michael, אור החיים Nr. 543 und Schechter 1885 בית תלמוד S. 341, der es jedoch später halb und halb zurückzog (ibid. S. 380). Diese Angabe des צירה לדרך *st unhaltbar. Im Marcheschwan 5078 machte nämlich ein Jakob b. Chanane! in Cordova ein Gelübde und wandte sich, da er es nicht einlösen konnte, vier Jahre darauf, d. i. im Marcheschwan 5082, an R. Ascher (Ascher RGA. Nr. 8 1״). Ebenso ist die Angabe von Isak de Latas in seinem 1372 verfassten שערי ציון? dass R. Ascher 1320 gestorben sei, unrichtig (Ozar Tob 1877 S. 76). Vielleicht ist daselbst nach den Worten ובעלה ענן בבורו בשנת חמשת אלפים ושמינים noch ein Zahlwort ausgefallen. Für das Jahr 1327 sind folgende Quellen vorhanden: a) אבני זכרון Nr. 5 in der Grabschrilt des R. Jehuda b. Ascher heisst es: ויחזק בא״ך שנים בישיבת אבותיו, d* »»» Jehuda 1349 gestorben ist, ergibt sich das Jahr 1327. b) R. Aschers Grabschrift 70 -8 אבני?ברק lautet: האבן הראשה תשואות חן חן לח. Nach Luzzattos Hypothese das. s. 71—2 ergibt ,חן לך das Jahr 1827. c) Die Frau R. Aschers starb 1327 (8.13 אבני זברץ Nr. 8), und auf ihrem Grabsteine heisst es: הנאהבים בחייהם ובמותם לא נפרדו. Ascher muss also wenigstens noch in demselben Jahre gestorben sein, ehe der Grabstein für seine Frau gestellt wurde, d) Gedalja ibn Jachia in שלשלת הקבלה unü Abraham Zaeuto im יוחסין haben das Jahr 1327, und zwar mit genauer Angabe von Tag und Monat. — Das Datum 1327