Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1918-01-01 · XII. (1918) · page 267

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XII. (1918)
Date
1918-01-01
Page
– (sequence 267)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
93% known words query
IRI
…/3486266-3486293--5119-3491489
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

264 der Anerkennung, die man in den gebildeten jüdischen Kreisen dem berühmten Lehrer entgegenbrachte. V. R. Aschers letzte Lebensschicksale. Die stete Sorge um seines Hauses Sicherheit, die in Deutschland durch die vielen Verfolgungen vielfach gefährdet war, machte R. Ascher früh altern, und er sah in seinem fünfzigsten Lebensjahre bereits wie ein Greis aus 1). In Deutschland hatte er ein Kind im zarten Alter verloren2). Er brachte acht Söhne3) und zwei unverheiratete Töchter4) .mit nach Toledo. R. Ascher selbst stammte aus reichem Hause und lebte in Deutschland von den Zinsen, die ihm seine nichtjüdischen Schuldner zahlten 5). Bei seiner Flucht aus Deutschland konnte er die Aussenstände wohl nicht mehr eintreiben, und so war er denn in Spanien so bedürftig, dass sein SohnJehuda bei der Verheiratung einer seiner Schwestern die Mitgift — 1400 Maravedi — hergeben musste6). Bei seinem Ableben hinterliess R. Ascher nicht einmal so viel, dass damit sein Testament hätte vollstreckt werden können 7). Trotzdem hielt er stets an dem Brauche seiner Ahnen fest, der ihm gebot, von seinem Einkommen den zehnten Teil zu wohltätigen Zwecken abzusondern8). Bald sollte R. Ascher eine schwere Prüfung heimsuchen : ף Minehath Kenaoth Brief 34: מורי ורבי ר‘ אשר י״ץ ז ק ן ונשוא 0יים כזקן מגודל .♦ Gm Jahre 1303!). . י) Ascher RGA. Nr. 27 1 und טח־ יו"ך Nr. 341. צידה לדרך (״ Einleitung. 4) Die eine ist mit Jehada ihn Crisp (s. weiter Kap. VII s. v. Jehuda ibn Crisp) verheiratet (vgl. Zunz, Zur Geschichte S. 422), die andere mit lsak Aldabi (8. unten Kap. VII s. v. Isak Aldabi). *) Ascher RGA, Nr. 108 32, vgl. auch 35 3 und פסקים zu Moed Kai an 1, 24. — טור או״ח Nr. 539, ■יו״ך Nr. 380. — ,תולדות אדם וחוף Abschnitt 4 Teil 5 (Ausgabe Venedig 1553 fol. 36 c). 6) Jehuda b. Ascher in seinem Testamente (1885 בית תלמוד• S. 372): רק אלף וארבע מאות זהובים ונתתי□ לנשואי אחותי ף Das.:• כי כל מה שהיה לו בעת פטירתו עם כלי ביתו לא היה בו כדי להשלים ציאתו 8) Das. S. 375—376. Zacuto, יוחסין IV.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.