Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XII. (1918)
- Date
- 1918-01-01
- Page
- – (sequence 248)
- Language
- German
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245 letztere an Alexander b. Mose verheiratet war1). Nach Salomos Tode kam dessen Haus, von dem R. Ascher ein Viertel bewohnte, unter die Erben zur Verteilung. Seine Schwester Aphrat schenkte R. Ascher ihr Erbteil, sodass dieser nun das halbe Haus besass. Aber Ascher verkaufte seinen Besitz an seinen Schwager Alexan* der2), wahrscheinlich um die Stadt Köln zu verlassen (1281). Er liess sich dann auf kurze Zeit in Koblenz bei seinem Schwager Elasar ha-Cohen nieder (um 1282) *) und richtete vielleicht von da aus eine Anfrage an grosse rabbinische Autoritäten der nächstgelegenen Gemeinden, welche er rheinanfwärts nach Mainz, Oppenheim, Worms und Speyer schickte4). Im Nissan 1283 brachen in vielen deutschen Gemeinden Verfolgungen aus, besonders in Mainz and Bacharach *). Schon damals gedachte wohl R. Ascher, mit seiner Familie aus Deutschland auszuwandem und schickte daher seinen Sohn Jehuda wahrscheinlich mit einem der vielen Schüler, die zu Salomo b. Adereth zogen6), mit nach Spanien (22. Tammus 1283)7). Bis zu diesem Jahre leitete Ascher ein Lehrhaus, in welchem er die Talmudtraktate kursorisch vortrug8). Dann liess er sich bei seinem Lehrer R. Meir b. Baruch aus Rothenburg nieder, der seit 1281 in Worms Rabbiner war9), und wurde daselbst Mitglied des Rabbinats- 1) Stern-Hoeniger, Urkunde 150, 151 und [151]. Über die einzelnen Personen siehe das Namens Verzeichnis bei Stern-Hoeniger. 2) Das. Urkunde [151]. s) Geht vielleicht aus dem ״kleinen“ ספר חסידים (Warschau 1868) f. 6 b hervor. Vgl. unten Kap VI s. v. Mose b. Elasar ha-Cohen. 4) Ascher b. Jechiel EGA. Nr. 421. Zu beachten ist daselbst besonders die Reihenfolge der Städte. 5) Salfeld, Das Martyrologium des Nürnberger Memorbnehes (Quellen zur Geschichte der Juden in Deutschland III, Berlin 1808) S. 144—145. 6) Der Verkehr zwischen Deutschland und Spanien war damals sehr rege. So sollte z. B. ein Schüler von b. Adereth die Antwort desselben auf R. Aschers Anfragen nach Deutschland bringen (Ascher b. Jechiel RGA. Nr. 2 19 Ende). 7) S. D. Luzatto, 5 **נא אבני זכרון mit der Verbesserung von Scheehter in 1885 בית תלמוד s. 341-342. 8) Jehuda b. Ascher in seinem Testamente (1885 בית תלמוד S. 342): ומאז למדתי הממכתית שהיה מגיד א״א ז״ל בישיבה. & war auch schon n Köln Rabbiner. Stern-Hoeniger, Urkunde [151]: הרב רבי אשך. 9) In der Grabschrift des R. Baruch, des Vaters von R. Meir aus Rothenburg (aus Levysühn, נפשות צדיקים> Frankfurt a. Main 1855 bei Back,