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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1918-01-01 · XII. (1918) · page 247

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XII. (1918)
Date
1918-01-01
Page
– (sequence 247)
Language
German
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244 ersten Unterricht empfing er im Elternhause1) und bei seinem Bruder2), dann begab er sich vielleicht nach Frankreich*), etwa nach Troyes4), um daselbst seine Studien fortzusetzen. Nach dem Tode seiner Eltern heiratete er (um 1266)5) in Köln die Schwester seines Schwagers Elasar, Jutta, an der ebenfalls — wie an Aschers Schwestern — tiefe Frömmigkeit und wohltätiger Sinn gerühmt wurden, sodass sie als Muster einer jüdischen Frau galt6). Sie war die Tochter des Salomo Judlin von Erkelenz und von Holzweiler7), der seit ca. 1255 Hausbesitzer in Köln war8). Salomo starb um die Wende des Jahres 1280 9). Ihn überlebten seine Frau Hanna und seine vier Kinder Jacobus, Elasar, Jutta und Sara, welch worden, war also 1263 noch nicht dreizehn Jahre alt. Ob Ascher in Köln geboren ist, wie Brisch, Gesch. der Juden in Cöln I S. 96 und Stern-Hoeniger, Das Judenschreinsbuch S. 247 meint, ist nicht* erwiesen. Ebensowenig steht test, dass er in Rothenburg a. d. Tauber geboren ist, wie de Rossi, Histor. Wörterbuch s. v. Ascher b. Jechiel, behauptet. , *) In seinen RGA. Nr. 4 19 (= ט1ר או״ךן Nr. 124) erwähnt Ascher den Brauch seines Vaters. s) Siehe oben S. 242 Anm. 4. *) Geht aus einigen Äusserungen in seinen Responsen hervor, Nr. 17 6: וכן שמעתי בצרפת, Nr. 43 »: ראיתי לרבותינו חכמי אשכנז וצרפת Nr. 77מ .וכן ראיתי רבותי דנין באשכנז ובצרפת•«® geht nicht auf die Zeit seiner Auswanderung zurück, da R. Ascher nicht durch Frankreich, sondern durch die Provence zog, die nicht mit צרפת bezeichnet wird und ihre eigenen von Frankreich abweichenden Bräuche hatte (vgl. Ascher RGA. 4 8, 46 1 und •(4 ,1 תענית 1» פסקים 4) Zu R. Aschers Lehrern zählt nämlich R. Isak aus Troyes (s. unten Kap. VI s. v. R. Isak), ausserdem war R. Aschers Amtskollege Jsak b. Meir aus Düren (s. das. s. v.) in Troyes, sicherlich doch, um daselbst zu lernen (Hag. Maimon. שבת XVI Nr. 30). In Frankreich lernte aueh R. Aschers Zeitgenosse und Korrespondent Chajim Eiieser Or Sarua (unten S. 268 Anm. 8). *) Sein vierter Sohn Jehuda ist (nach Schechter im 1885 בית תלמוד S. 341) am 30. Juli 1270, demnach sein ältester Sohn Jechiel spätestens 1267 geboren. 6) Siehe ihre Grabschrift in S. D. Luzatto אבני זכרןן S. 13 Nr. 8. Ueber Jutta, טהרה» Reine, Clara siehe Stern-Hoeniger, Das Judenschreins־ buch S. 247. ף Stern-Hoeniger S. 204, vgl. auch daselbst S. 195 unter Erkelenz. — Ascher ist nicht Schwiegersohn von Meir aus Rothenburg (siehe Krengel, ישם הגדולים השלם Podgörze 1905, Buchstabe א Anm. 135). Nach Brisch, Gesch. der Juden in Cöln I S. 98 heisst R. Aschers Schwiegervater Salomo b. Eljakim b. Joel ha-LevL Woher diese Angabe? •) Stern-Hoeniger S. 68. |9) Das. Urkunde 150—151.

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