Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XII. (1918)
- Date
- 1918-01-01
- Page
- – (sequence 240)
- Language
- German
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Ascher b. Jechiel. Sein Leben nnd Wirken. Von Alfred Frelm&nn in Posen. Einer der letzten Vertreter der Tossafistensehule, die massgebendste Autorität unter den ״Rischonim“, ״das geistige Oberhaupt der Diaspora seiner Zeit, welches Israel von den Slavenländern bis nach Frankreich hin und vor allem Spanien seinen Rabbiner nannte“1), war Ascher b. Jechiel. Er vereinigte mit seiner umfassenden Gelehrsamkeit, mit der er das gesamte Gebiet der rabbinischen Literatur übersah, und mit seinem klaren Sinn für Methode und Ordnung, mit dem er der Nachwelt das Studium der Halacha ermöglichte, jene unbeugsame Willens- und Tatkraft, die ihm allerorts Achtung und Gehorsam verschaffte. Er verpflanzte das geistige Erbe seines vom Glanze des Martyriums verklärten Lehrers und Freundes Meir b. Baruch aus Rothenburg nach Spanien. Als einziger unter der grossen Schülerzahl R. Meirs, auf den die selbstsehöpferische Geisteskraft seines Lehrers überging, kann er mit Recht als R. Meirs Nachfolger bezeichnet werden, der dessen Platz — was Fähigkeit und Autorität anbelangt — voll und ganz ausfüllte2). Während das Leben Meirs aus Rothenburg und vieler seiner Schüler bereits Gegenstand eingehender Darstellungen geworden sind, haben wir bisher von diesem seinem bedeutendsten Schüler nur kurze, oberflächliche Notizen oder irrtümliche und ף Bezalel Aschkenasi RGA. No. 22. —Isak b. Scheschet RGA. No. 360. — Vgl. Michael אור החיים s. 257 No. 543. *) Salomo Lurja י□ של שלמה zu Baba kama, Einleitung.