Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XII. (1918)
- Date
- 1918-01-01
- Page
- – (sequence 224)
- Language
- German
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- Rashi 3× ep/1002670
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221 wenn ein solcher Vergleich gestattet ist — seinem schlafenden Kinde Luft zufächelt oder die Mücken von ihm abwehrt“. Weshalb die Engel ihm feindlich gesinnt waren und ihn gefährden wollten, ist nicht angegeben, und es ist auch kein Grund dafür einzusehen. Besonders auffallend ist es. dass diese feindliehe Gesinnung nicht schon von vornherein da war, sondern erst im Zusammenhang mit dem Betrachten des irdischen Bildes erfolgte. Raschi bemerkt dazu ״ מחמת קנאהaus Neid״, und ich wurde gefragt, wie das zu verstehen sei, Aus welcher Veranlassung sollten sich die himmlischen Scharen einer solchen durch nichts gerechtfertigten Missgunst hingeben? Etwas anderes ist es, wenn es bei ,מתן תורד heisst, dass die Engel neidisch auf Mosche waren, der die Thora den Menschen bringen wollte. Darin liegt die hohe Wertschätzung der Himmelstochter, der Thora, ausgedrüekt. Hier fehlt ein solcher Anlass. Eine Antwort auf diese Frage kann man nur im Sinne der alten Lehrer geben. Die Gestalt des אדם am בסא הכבוד stellt das Bild des dritten Patriarchen dar, wie Raschi hier z. St. bemerkt und vielfach in den Midraschim und Pijutim wiederholt wird. Dort befindet sich das Idealbild, das Bild des vollkommenen איש תם, dem kein Makel anhaftet, so wie der Stammvater des Volkes Israel sein sollte. Wenn Urbild und Abbild miteinander verglichen werden, so geschieht es doch offenbar nur zu dem Zwecke, um zu sehen, ob sie in allen Stücken ähnlich sind, ob das Bild der Wirklichkeit dem Idealbild in allen Einzelheiten gleicht. Das ist der Sinn der Worte עולין ומסתכלין וכר. Sie stiegen empor, um sein himmlisches Bild, und stiegen hinab, um sein irdisches Bild zu betrachten. Bei dieser Betrachtung machten sie die Wahrnehmung, dass ideal und Wirklichkeit sich nicht decken, dass seinem irdischen Bilde Fehler anhaften, die sich beim himmlischen nicht finden; deshalb בעו לסכוניה wollten sie ihn gefährden, bis der Ewige über ihm erschien, um ihn gegen die Angriffe zu schützen. Das kann auch Raschi gemeint haben; מחמת קנאה heisst nicht ״ausNeid41, sondern in dem Sinne, wie das Wort bei Pinchas gebraucht wird, ״in heiligem Eifer44. Der Gedanke, dass alles Irdische sein Urbild im Himmel hat ist dem Judentum nicht fremd *, ebenso auch die weitere Folge