Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XII. (1918)
- Date
- 1918-01-01
- Page
- – (sequence 223)
- Language
- German
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220 das Wasser über die Hände goss; er begab sich zu diesem Zweck zu dessen Babbinatssitz in der Synagoge. Wenn es wahr ist — was kein Kenner der geistigen Strömungen in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts bestreiten wird — dass kein zeitgenössischer גדול auf die Erhaltung und Gestaltung des Judentums und auf die Ausbreitung des Thora- Studiums in Mitteleuropa einen solchen Einfluss ausgeübt hat wie B. Mosche Sofer, einen Einfluss, der durch mehrere Schülergenerationen bis auf den heutigen Tag nachwirkt, so muss man dabei der Persönlichkeit seines Lehrers den gebührenden Anteil zuerkennen. Der Geist des Lehrers lebte in seinem grossen Schüler fort, und diesen hat er wieder den seinigen eingepflanzt. Im חתם סופר Jore Deah 294 schreibt er von ihm: בואו ונסמוך על מורינו הגאון 1חסיד שבכהונה רבי המובהק). In diesen Worten liegt die warmherzige Verehrung ausgedrückt, die er für seinen Lehrer empfand und die er auf seine Schüler übertrug. LXXV. Chulin 91b werden die Worte 1 עולים ויורדים בו. B. M. 28, 12 in einem Sinne gedeutet, der von der herkömmlichen Auffassung abweicht. עולים ומסתכלין בדיוקנו של מעלה, יורדים ומסתבלין בדיוקנו של ״ מטה בעו לסכוניהSie stiegen empor und betrachteten sein himmlisches Bild, sie stiegen hinab und betrachteten sein ffdisches Bild und wollten ihn geiährden“. ״ מיד והנה ה׳ נצב עליו ובדSogleich stand die Herrlichkeit des Ewigen schirmend über ihm, wie ein Vater ־■י־ 1J Es handelt sich dort um den Fall eines לפדיון הבן wenn der Vater auswärts weilt. Der נו“ב bat fiir einen solchen Fall die Entscheidung getroffen, dass der Vater einen שליח mit seiner Stellvertretung betrauen soll, besonders wegen der דגול מרבבה סר> ש״ה) ברכה)• Ber חת״ס hingegen bekündet mit den obigen Worten die Zustimmung zu der Entscheidung seines Lehrers, der in Wien einen פדיון הבן vornahm, während das betreffende Kind in Ungarn bei der Mutter war. Unbegreiflich ist mir bei diesem Falle, dass an keiner Stelle, auch nicht im פ“ת erwähnt wird, dass die Sache bereits vor Jahrhunderten von massgebender Seite, vom למהרי״ל m demselben Sinne להלכה ולמעשה entschieden wurde. Ein jung^f Ehemann aus Erfurt, dessen Kind auch dort war, machte in Mainz im Hause des מךןךי״ל einen פדיון הבן• Her ganze Vorgang wird in den מנהגי מ הרי “ל ה' פדיון הבן ganz ausführlich geschildert und ausdrücklich hinzugefügt, dass der Vater beide rYD^£esProchen hat.