Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1918-01-01 · XII. (1918) · page 219

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XII. (1918)
Date
1918-01-01
Page
– (sequence 219)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
95% known words query
IRI
…/3486266-3486293--5071-3491441
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

es keinen ירט שד im heiligen Lande geben. Diese Erklärnng gilt auch für die Rasehistelle in Sukka. Der grosse Meister, der נדב, freute sich mit dieser Erklärung des jungen Mannes und hielt mit seiner Anerkennung nicht zurück. מודדי על האטת gehört eben zu den מדות שהתורה נקנית בהן. Von dieser Begegnung der beiden Grossen ist noch ein Weiteres zu berichten. Man darf wohl behaupten; dass אשכנז und פולין, der Westen und der Osten, ihre zeitgenössischen Grössten in ihnen erblickten; in Rabbi Nathan Adler den Grössten unter denen, deren Wiege in Deutschland gestanden, und in R. Jecheskel Landau den Grössten unter den Zeitgenossen seines polnischen Heimatlandes. Eine halachische Streitfrage von eminent praktischer Bedeutung, die noch heute nicht ganz entschieden ist, wurde damals von ihnen lebhaft erörtert, und die Spuren dieser Erörterung sind noch heute erkennbar. Im Jore Deah 372, 2 heisst es in Bezug auf das Betreten der קברי עבדם für einen כהן, dass es besser sei es zu unterlassen, ונכון להחמיר. Im דגול מרבבה, der die nach dem Tode des Verfassers veröffentlichten Glossen zum Schulchan Aruch enthält, bemerkt R. Jecheskel Landau an dieser Stelle, dass nach seiner Ansicht in unserer Zeit den Kohanim gestattet sei, קברי נכרים zu betreten. Erstens sei nach Ansicht des ראב״ד die טומאת כהנים nicht mehr מן התורה verboten, und zweitens sei es doch selbst nach den Gegnern des ראב״ד zweifelhaft, ob נכרים מטמאין באהל sind. Es ergibt sich daraus ein ספק ספקא, und man kann daher in erleichterndem Sinne entscheiden oder wenigstens keinem verwehren sich danach zu richten. Unmittelbar darauf steht jedoch eine mit אמר יחזקאל beginnende Ergänzung zu dieser Glosse, die das Vorausgegangene einschränkt und die erleichternde Entscheidung zurücknimmt. Mit der Entstehungsgeschichte dieses zweiten Teiles der Glosse macht uns der Chatham Sofer in seinem Responsum 338 zum Jore Deah bekannt. Anlässlich des oben erwähnten Besuches zeigte der נדב dem R. Nathan den am Rande seines Schulchan Aruch von ihm geschriebenen Bescheid, der sich auf die Annahme stützt, dass nach ראב״ד die טומאת כהנים בזמן הזה gar nicht מדאורייתא sei. Das wollte R. Nathan nicht gelten lassen. Er behauptete, dass auch nach ראב״ד ein איסור דאורייתא, wenn auch kein ausge-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.