Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XII. (1918)
- Date
- 1918-01-01
- Page
- – (sequence 210)
- Language
- German
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207 Alphabet enthält, und findet es auffällig, dass er nicht ebenfalls in der Liste angeführt wird. Dieses Beispiel zeigt nicht nur eine phänomenale Reherrschung des Massoragebietes, es zeigt auch, עיניו משרטטות בכל, dass auch das scheinbar Geringfügigste und Unwichtigste, auf das unter Zehntausenden kaum einer achtet, seinem eindringenden Forscheräuge nicht entgangen ist. Zu bemerken ist nur noch, dass die uns vorliegende Massora finalis unter 28 א diesen Vers aus Jecheskcel ebenfalls in der Liste aufführt. Es ist klar, dass die Liste zu Easchis Zeiten noch unvollständig war und dass sie erst später, vielleicht auf seine Anregung hin, vervollständigt wurde. Vergleiche Frensdorff, M. magna S. 381. Ein weiteres Beispiel von besonderer Akribie in Bezug auf den Massoratext darf ebenfalls hier angereiht werden. Zu Psalm 119, 146 — gehörte eigentlich zu Vers 144 — bemerkt Raschi: הסימן של עדותיך דמ״ה ב״ן פרץ הוי״ו חולם אבל בשאר עדותיך הדל׳ ת חולם. Der Sinn ist folgender. Ps. 119 besteht bekanntlich aus einer fortlaufenden Reihe von alphabetischen Versen, von denen je acht mit einem der 22 Buchstaben des Alphabets beginnen, תמניא אפי genannt. In jeder Gruppe dieser acht Verse kehren die Worte ,תורותיך, מצותיך, משפטיך, חקיך, פקודיך, עדותיך, דבריך אמרותיך in den verschiedensten Wendungen mit wenigen Ausnahmen regelmässig wieder. Da bemerkt nun Raschi, dass das Wort עדתיו, עדתיך, welches ebenfalls 22 Mal vorkommt, zumeist ohne Waw geschrieben wird und mit dem Cholem über dem Daleth ״edothecha“ zu lesen ist. Nur an acht Stellen steht es mit Waw, עדותיך, geschrieben, das Cholem steht über dem Waw, welches konsonantisch ״edwothecha" zu lesen ist. Diese acht Stellen befinden sich bei den Buchstaben ב, ד, ח, מ, נ, פ צ, ר. Diese acht Buchstaben ergeben das Mnemonikon, den סימן: pדמה בן פ. Vgl. Frensdorff, M. magna S. 135. Nebenbei sei noch folgendes bemerkt: דומה heisst in der Mischnaspraehe eine sittlich schlecht beleumundete Frau (Sota 27a), בן פריץ heisst ein entarteter Sohn (Jechesk. 18,10). Es liegt daher nahe anzunehmen, dass dieser סימן den Gedanken ausdrücken soll, eine דומה hat einen בן פריץ zum Sohne. Des