Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XII. (1918)
- Date
- 1918-01-01
- Page
- – (sequence 177)
- Language
- German
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174 R. David stand in seinem Kampfe nicht allein; seine Kampfgenossen waren die edelsten und besten seiner Zeit, R. Jecheskel Landau in Prag, R. Pinchas Hurwitz in Frankfurt am Main, R• Hirschei Lewin in Berlin, R. Josef Hazaddik in Posen und R. Elia» der ״Gaon“ von Wilna 1)׳ In der Beurteilung R. Davids und Wessely8 in diesem Ringen ist nicht immer Licht und Schatten in gerechter und unparteiischer Weise verteilt worden. Das eine Mal heisst es, dass R. David Tewele zu den ״rabbinischen Autoritäten Deutschlands und Polens gezählt habe, die Wessely mit dem Banne drohten 2)“. ln einem zweiten Berichte, der von Wessely selbst starümt, 8), wird gesagt: ״Der Rabbiner in LisS i predigte am grossen Sabbath in der Synagoge seiner Stadt, dass das Sendschreiben verbrannt werden müsse“, Graetz4) meint: ״In Lissa wurde sein Sendschreiben öffentlieh verbrannt“, milderte den Ausdruck ein Jahr später 5): ״Sein wo nach einer Mitteilung des Herrn Dr. Bamberger-Hanau an mich in einigen Aasgaben statt des unmöglichen תקס״ג die Jahreszahl תקמ״ג steht, שי"ת פני ואריה Amsterdam 1790, No. 18, 14, 58, 74, מ^־נשרף^ der abgebrannten Lissaer vom 8. Tebeth (15. Dez.) 1790, Dyhernfurt 1790, meine Gesch. der Jaden in Lissa, S. 379. ‘) Graetz a. a. 0. S. 98, 590 ff. (2. Aufl S. 89, 544 ff.), Monatsschrift a. a. O. XIX 479 t., XX 465 ff. Über R. Elia Wilna s. den Anhang vorliegender Abhandlung. י) Jewish Encyclopedia XII 507. Auch gegen Mendelssohns Pentateuch- Übersetzung ist trotz aller gegenteiligen Behauptungen weder von R. Pinchas Hurwitz in Frankfurt a. M. noch von R. Jecheskel Landau in Prag noch von R. Hirsch Janow in Fürth der Bann verhängt worden (Horovitz, Frankfurter Rabbinen IV 53f., N. Brüll, Jahrbücher für jüd. Gesch. und Literatur III 211, Löwenstein, Jahrbuch VI 201). Auch die Zeitungsnotiz aus dem Hamburger Correspondenten, dass der dortige Rabbiner R. Refael Cohen die Leser der Mendeissohnschen Pentateuchübersetzung in den Bann getan habe (Philippson, biographische Skizzen III, Leipzig 1866, S. 124, Graetz, Gesch. XI1 589, zweite Auflage S. 542) wird von Duekesz (Königsberger, Jeschurun, Pieschen 1903, S. 568) mit den Worten angezweifelt: ״Es findet sich aber nirgend ein ausgesprochener Bann auf die Mendelssohnsche Uebersetzung“. Kerem Chemed 1833, S. 6 Brief Wesselys an die Triestiner. 4) Geschichte a. a. O. S. 98, zweite Auflage S. 89. *) Monatsschrift a. a. 0. XX 468. Die letztere Behauptung sucht Graetz dadurch plausibel zu machen, dass er in dem eben genannten Briefe Wesselys an die Triestiner ein Wort des Textes ändert: וכבר הגיע חמת הרבים הרבנים «»!) הנ״ל לשיעור נרול ששרפו מכתבנו באש).