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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1918-01-01 · XII. (1918) · page 174

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XII. (1918)
Date
1918-01-01
Page
– (sequence 174)
Language
German
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IRI
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171 bereits ein halbes Jahrhundert vor Wessely ״war der Ruf seiner Fachkenntnis auch in Deutschland verbreitet‘41). Auch in Posen gab es im siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert Männer, die das Feld der hebräischen Grammatik angebaut haben l 2 *). lieberraschend erweise war ein ״erträgliches“ Deutsch auch hier durchaus nicht ein solche terra incognita, wie Wessely uns glauben machen will. Zeugnisse des Gegenteils liegen aus Lissa und Kempen, wiederum aus jenen Tagen, und aus Krotoschin und Posen aus dem ersten Drittel des achtzehnten Jahrhunderts vor*). So gutgemeint und von edler und tiefer Teilnahme an dem Erziehungswerke seiner Glaubensgenossen erfüllt das Sendschreiben erscheint, die halb unvorsichtigen, halb haltbaren, halb wahren, halb ungenauen, halb schiefen und halb irreführenden Äusserungen, die hier in ihrer Totalität nicht weiter aufgezeigt zu werden brauchen, reizten zum Widerspruch und forderten die bisherigen Träger der jüdischen Kultur heraus. Für die Blossen, die Wessely sich gab, ist es bezeichnend, dass er sich genötigt sah, die nebelhaften Schlagworte des ersten Sendschreibens in den drei folgenden weitläufig zu erläutern, zu ergänzen, zu berichtigen und zu definieren, sich gleichsam zu entschuldigen und sie nicht als ״für die Weisen und Verständigen, die Gott Lob in allen Gemeinden Israels sich finden, sowohl in den Landen des Orients als auch in Deutschland und Polen“ geschrieben zu betrachten 4). Wessely durfte sich angesichts der so schwachen Begründung seines Erziehungstheorems nicht wundern, wenn er gründlich missverstanden wurde. Sobald man nach den von ihm im ersten Sendscheiben konstruierten Begriffen fasste, zerflossen und entschwanl) Subskribenten Verzeichnis תורת לשרן עברית» meine Geach. der Juden in Lissa S. 260, 291, 312, 328f., Magazin für die Wissensch. des Judent. XVII 307f., .ספר איוב . . . מאת י. ב. א, Prag 1791, S. 7b, 13 a, 17a, 23 a. *) M chael, Or h:1־Chajim, No. 335, Dembitzer, 28 1 בלילת יופי a, Steinschneider, Catal. Bodlej., S. 1472, 1843, 2397, Benjakob, אוצר הספרים» S. 305 Nr. 689. Vgl. Bosin, Samnel ben Meir als Schrifterklärer S. 42 ff. 8) Meine Geschichte der Juden in Lissa S. 196, 260, Zeitschrift der historischen Gesellschaft für die Provinz Posen VIII 390, meine ״Deutschen Einwanderungen in polnische Ghetti“, Frankfurt a. M. 1907, S. 110 [S.-A. an» Jahrbuch V 144]. 4) Zweites Sendschreiben רב טוב לבית ישראל» Berlin [1782], S. 2h, 8bi, viertes Sendschreiben רחובות» Berlin 1785, S. 3bff., 18aff., 43bff. u. 0.

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