Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XII. (1918)
- Date
- 1918-01-01
- Page
- – (sequence 173)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/3486266-3486293--5025-3491395- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Isaiah 1× ep/1005097
OCR text
110 Berliner Aufklärer gezählt werden darf, hatte dort bereits 1773 zwei grammatische Schriften veröffentlicht und liess ihnen 1783. eine dritte folgen 1). Auch die gefeierten Namen seiner Zeitgenossen, eines R. Elia Wilna2), eines R. Jesaja Berlin, der mit ihm sogar in verwandtschaffliehen Beziehungen stand 3), des ״bedeutenden Sprachforschers“ R. Salomo Pappenheim, des Verfassers der יריעות מלמה (Dyhemfurili 1784)4). des R. Israel Samosz, des Lehrers Mendelssohns 5), und eines Salomon Hanau (Salman Hena) hätten ihn belehren können, dass von einem ״Aufhören“ der grammatischen Studien keine Rede sei. Hatte doch des letzteren צוהר התיכה, als Wesselys Sendschreiben erschien, bereits vier Auflagen erlebt! Und auf Salomon Hanau folgten bis 1782 nicht weniger als fünfzehn grammatische Autoren 6)! Die Verwahrlosung der deutschen Sprache bei den Juden leitete Wessely von den polnischen Lehrern her 7). Aber in den polnischen Gemeinden war der Sinn für Grammatik keineswegs erstorben. In Kürze einige schlagende Beispiele. In Lissa subskribierten auf Salomon Cohens תורת ל׳צון עברית (Berlin 1802) — der Verfasser war auch ein Grosspoie — nächst Berlin die meisten Interessenten. Hier blühten ausserdem Kenner der Grammatik wie R. David Landau, R. Noah ben Simon, R. Salomo ben R. Mose, ״ein Verehrer der Wissenschatten“, R. Israel ben Abraham, alles Zeitgenossen Wesselys, ganz abgesehen von dem ״Fürsten der Grammatiker“ dem LissaerAron ben Meir; 1J Friedrichsfeld, זכר ^דיק, Amsterdam 1809, S. 11, Auerbach, באך רחובות, Superkommentar zu Rascbi, Vorwort, Horovitz, Frankfurter Babblnen ID 62, Auerbach, Geschichte der isr. Gemeinde Halberstadt S. 188, Zeitschrift f. d. Gcsch. der Juden in Deutschland V 164, 167. י) Vgl. Brainin im Jahrbuch tür jiid. Gescb. und Lit. III S. 136 Anm. 143 Anm., עליות אליהו» Stettin, 1856, S. 30 a, 38 a, 58 a, E. Landau, הגאון מווילנא. Warschaa 1916, No. 74: דקדוק אליהן. s) מיני תרנומא» Wilna 1836, S. 2 b, 3 a, 3 b u. ö., meine Geschichte der Juden in Lissa S. 240. 4) Jost, Geschichte des Judent. und seiner Sekten 111 835 Anm. 1. B. Sal Pappenheim war bereits 1769 literarisch hervorgetreten (Wiener, Bibliotheca Fried landiana No. 3267). Ä) VgL seinen Kusari-Kommentar 111 אוצר נחסך der Kusari-Ausgabe. Warschau 1880 S. 15, 35, 50, 98, 105. 6) Jewish Encyclopedia VI 78. ף Sendschreiben fS. 13 a]: הורגלנו לגדל את בנינו תחת יד מורים מארץ פולוני״א, המדברים שפת אשכנז בדרך בוקה וסבולקר..