Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XII. (1918)
- Date
- 1918-01-01
- Page
- – (sequence 98)
- Language
- German
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95 worden. Mit wenigen Ausnahme rekrutieren sich die Verfasser aus christlichen Kreisen, deren Ansichten überaus häufig zum Widerspruch herausfordern. So vorzüglich z. B. der Teil über jüdische Kalenderkunde in dem i. J. 1912 erschienenen ,,Handbuch der mathematischen und technischen Chronologie“ (Bd. II, S. 1—119) von F. K. Ginzel. Die darin vorgetragenen Ansebauungen über Ursprung des Sabbaths und der Festtage beruhen auf den Lehren protestantischer und katholischer Theologen und erheischen eine Widerlegung von jüdischer Seite. Leider steht der Verfasser des ״Handbuches der jüdischen Chronologie“1) E. Mabler ebenfalls auf bibelkritischem Standpunkt, und mehr noch als das vorhin erwähnte erfordert der Inhalt dieses Buches trotz mannigfacher Vorzüge die strengste Zurückweisung. Hierzu gebort vor allem eine Beherrschung der einschlägigen Materien. Möge daher das Interesse für einen Gegenstand, der wegen seiner scheinbaren Schwierigkeit abzuschrecken pflegt, wieder wach werden, damit der talmudische Satz (Sabbath 75a) wahr werde: אמו הכמה ובינה שהיא לעיני העמים וכר. ף In den Schriften der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums, Leipzig 1916.