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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1918-01-01 · XII. (1918) · page 88

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XII. (1918)
Date
1918-01-01
Page
– (sequence 88)
Language
German
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85 welche während des letzten Drittels des Mittelalters die Lehrmeister ihrer Landsleute in den profanen Wissenschaften gewesen sind. Einer der Letzten dieser Grossen aus jener Epoche war ד אברהם זכות דל:, der Verfasser des ספר היוחסין. Von diesem in der Wissenschaft rühmlichst bekannten Abraham Zacuto ist das Originalwerk הבור הגדול nur handschriftlich in Lyon, München und Wien vorhanden; nur eine Inhaltsangabe desselben in lateinischer Sprache ist i. J. 1496 in Leiria in Portugal von einem Joseph Vicinho publiziert und auf Kosten der portugiesischen Regierung vor 2 Jahren als Faksimile-Ausgabe von Bensande neu herausgegeben worden. Ein ausführliches Referat über dieses bisher mehr dem Namen als dem Inhalt nach bekannte Werk hat der Schreiber dieses Artikels in der Vierteljahrsschrift der Astronomischen Gesellschaft *) veröffentlicht, während ein Auszug des Münchener Manuskripts, und zwar diejenigen Kapitel, deren Inhalt nicht in jener lateinischen Edition enthalten sind, mit Text und Uebersetzung in den Schriften der Wissenschaftlichen Gesellschaft der Universität in Strassburg erscheint. Gerade von dem Zacutoschen Almanaeh perpetunm nimmt Bensaude an, dass aus ihm die portugiesischen Seefahrer die notwendigen Ellemente geschöpft hätten, deren sie zur Schiffahrtskünde nach fremden Ländern bedurften. Wenn man den חבור הגדול durehsieht, den der Verfasser* wie er in der Einleitung bemerkt, nur zusammengestellt hat מקום הגיחו לי אבותי להתגדר בו ולכן הוצאתי מהלך השמש והירח האמיתי לכל יום כדי שלא יהיה מורח להתעסק בתלמודו לחשב כל החשבונות שצריך וכר, so erhält man den Eindruck, dass dem Autor ausser den darin namhaft gemachten, noch zahl, reiche andere Abhandlungen über Astronomie in hebräischer Sprache zur Verfügung gestanden haben, über deren Inhalt aber sowohl die astronomische als die hebräische Literatur sich ausschweigt. Die Zahl der mit den in das Gebiet der Astronomie fallenden Fragen sich beschäftigenden Schriften muss sehr ansehnlich gewesen sein. Denn es ist zu beachten, dass im Gegensatz zur Gegenwart, wo diese Wissenschaft rein ideale Ziele im Auge hat, im Mittelalter mehr der praktische Nutzen der Himmelskunde im ף Jahrgang 52 (1917) S. 102-123.

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