Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XII. (1918)
- Date
- 1918-01-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
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11 Tochtermann“, um 80 M. S.1) Wie Voegelin *) ▼enimtet, muss» dieses Haus später in das Eigentum des Johanniterhauses Lenggern im Kanton Argaa übergegangen sein. Nachdem nun dieses Haus ״zum Gemsberg“ in der Brunngasse von Moysse im Jahre 1345 veräussert wurde, zogen Mutter und Söhne in die ״kleine Brunnengasse“, die heutige Frosehaugasse, und zwar wohnte, wie bereits erwähnt, Frau Minna in dem Hause Nr. 4 (6), der sog. Jndenschul, ihr Sohn Moses bezog das Haus Nr. 10, und zwischen diesem Hause und dem seiner Mutter war das Haus seines Bruders Gumprecht. Moses, Sohn der Frau Minna, ist wohl mit unserm Schulmei&ter identisch, der, wie wir im vorigen Abschnitte bemerkt haben, glaubte, dass er als Rabbiner das hier von Johannes von Ougsburg gekaufte Haus von den Staatslasten befreien dürfe, worauf ihn im Jahre 1347 der Rat der Stadt Zürich an seine Steuerpflicht erinnerte. Keineswegs aber kann, wie Ulrich meint3), hieraus gefolgert werden, dass das Haus des Moses und die Judenschule identisch seien; denn zwischen diesen beiden Häusern lag, wie bereits erwähnt, das Hans ״zum kleinen Propheten“, in dem Gumprecht wohnte. Die Judenschule wurde also nicht von Moses, sondern von dessen Mutter bewohnt. Wir wiederholen, dass nach unserm Dafürhalten das Haus, welches ״Moisse Schulmeister“ von Johannes von Ougsburg gekauft hat, mit dem Hause ״zum grossen Propheten“, Frosehaugasse Nr. 10, das von Moses, dem Sohn der Frau Minna, bewohnt wurde und im Jahre 1350 vom Rate Zürich als das Haus, das ״Moyses dem Juden von Bern“ gehörte, an den Bürgermeister Rudolf Brun verkauft wurde, identisch ist, woraus folgt, dass Moisse schulmeister, der vermutliche Verfasser des ״Zürcher Semak", Moses, Sohn der Frau Minne, und Moyses von Bern ein und dieselbe Person ist. Aus unserer Annahme aber ergibt sich eine auffallende Schwierigkeit, die wir hier keineswegs verbergen wollen. Wenn nämlich unsere Behauptung, dass Moses, Sohn der Frau Minne, mit Moses von Bern identisch sei, richtig sein sollte, so ist es l) Archiv Leuggern, Anz. f. G. 1879, X, 213f., zitiert bei Voegelin, a. a. 0., I, 415. 2) a. a. 0. a) Vgl. oben, Anfang dieses Abschnittes.