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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1918-01-01 · XII. (1918) · page 13

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XII. (1918)
Date
1918-01-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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1Ö hier offenbar um das Haus zum ״grossen Propheten", Fröschaugasse Nr. 10, das 1373 ebenfalls, wie das Haus zura ״kleinen Propheten״, Froschaugasse Nr. 8, iu den Besitz Friedrichs von Kloten gelangte1). Beide Häuser, Nr. 8 und 10, wurden nämlich, wie alle anderen der 1349 verbrannten und vertriebenen Juden, zu Händen der Obrigkeit eingezogen und 1350 vom Rate verkauft. Das Haus zum ״grossen Propheten", das dem Moyses von Bern gehörte, verkaufte der Rat, wie wir eben erfahren haben, an den Bürgermeister Brun, und das Haus zum ״kleinen Propheten", das dem Gumprecht gehörte, verkaufte er an ״Berchtold Weckers sei. Erben". Gumprechts Haus ist es also, welches ״südlich an weiland Frau Minnen, der Jüdinn hus" anstiess. Es wohnten somit in der ״Brunngassen", der heutigen Froschaugasse, nebenein־ ander: Mosses von Bern (Haus Nr. 10), Gumprecht (Haus Nr. 8) und Minne (Haus Nr. 6 oder 4, Burghof oder Judenschul). Frau Minne war, wie wir im nächsten Abschnitt noch deutlieber zeigen werden, niemand anders als die Mutter der beiden vorgenannten Moses und Gumprecht, die, laut Urkundenbuch der Stadt und Landschaft Zürich 2 *), bis 1345 in dem Eckhause (Brunn-Froschaugasse) ״zum Gemsberg", Brunngasse Nr. 12, wohnten. Der Besitzer des Hauses ״zum Hofbrunnen״ (Brunngasse Nr. 10) Johannes Meiss traf 1332 mit seinen Nachbarn zur Linken, den Gebrüdern Moysses und Gumprecht, Juden, Söhnen der Frau Minna, Bürger von Zürich, eine Übereinkunft wegen ihrer Fenster und Aussicht, sowie des Gartens hinter seinem Hause. 1345 verkauften der genannte Moysses und ״seine eheliche Wirthin, Frau Halde *)", ihr Haus und Hofstatt in der grossen Brunngasse, ״das einhalb an der Meisen hus nnd anderhalb an Jakob des Juden von Klingnowe kinden hus stozet, mit dem Garten darhinder .... .. . und mit der tür so an das hinder gesseli stosset und mit der gesicht der venster und der gewer gegen des Meissen garten", sowie alle übrigen bisherigen Rechte an ״Fidel4 * *), den Juden, ihren י) Vgl. Yoegelin, a. a. O., I, 419. *) VII, 436. *) Vielleicht mit Hulda, hebräisch חלדה (H׳ Kön. 22, 14), identisch. t: **. 4) Der Name Fidel kommt bei Ulrich, a. a. 0., S. 389 mehrfach vor und wird wohl mit ויךל (s. ״8 נחלת שבעה V*X Vidal oder Vital (vgl. Zunz, Ges. Schriften, II, 35) identisch sein.

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