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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1918-01-01 · XII. (1918) · page 8

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XII. (1918)
Date
1918-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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5 Aas dem Gesagten entnehmen wir also zunächst, dass die ältesten uns bekannten Handschriften des ״Zürcher Semaku das Datum: ״Zürich 1344“ und ״Zürich 1347“ tragen. Bevor wir nun das Werk selbst näher behandeln, wollen wir hier mit Hilfe der eben ermittelten Jahreszahlen und auf Grund des ans zur Verfügung stehenden, publizierten und unpublizierten Materials einige Notizen über die Persönlichkeit des Verfassers bringen. 2. Der Verfasser des ״Zürcher Semak“ als ,,Schulmeister“ in Zürich anno 1347. D. Cassel* *) folgert aus einem Responsum des R. Joseph Kolon (Nr. 169), dass der Verfasser des ״Zürcher |Semak“ ein Schüler des R. Isaak aus Corbeil und somit auch Zeitgenosse des R. Samuel ben Adereth gewesen sei. Diese Annahme erweist sich bei genauerer Untersuchung des genannten Responsums als nicht stichhaltig; eine andere Stütze aber für seine Vermutung weiss Cassel nicht zu nennen. Was indes gegen seine Behauptung spricht, ist folgendes: R. Isaak aus Corbeil verfasste bekanntlich seinen Semak im Jahre 1277 uud starb am 28. ljar 5040 (1280), während, wie aus den zum Schlüsse des vorigen Abschnittes ermittelten Jahreszahlen der ältesten Handschriften des ״Zürcher Semak“ zu folgern ist und wie aus verschiedenen Stellen dieses Werkes hervorgeht, der Verfasser des ״Zürcher Semak“ erst um die Mitte des 14. Jahrhunderts gelebt haben kann. Dass dieser Verfasser aus Zürich gestammt habe, wird von allen alten Autoren bestätigt. Um 1494 berichtet uns ein Besitzer des Codex: ״Dieses Buch heisst Zürcher, weil ein unterrichteter Mann in Zürich den Text mit neuen Bemerkungen aus allen Büchern bei jedem Gebote bereichert hat; es heisst so nach der Stadt Zürich in der Schweiz“2) — Und dass er Moses geheissen hat, erfahren wir bei Joseph Kolon 3), wo es heisst: ובהדיא כתב הדר משה מצורך דל בהגהות הגדולות מספר מצות קטן וכר. ’) Anmerkungen zu Conforte, יקורא הדורות Berlin 1846, Seite 24 b. •) Vgl. Zunz, a. a. 0. י) Rga. Nr. 186.

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