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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1916-01-01 · XI. (1916) · page 279

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XI. (1916)
Date
1916-01-01
Page
– (sequence 279)
Language
German
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259 Sadducäismus I. Sogargegen die Lehrer ihrer eignen Schule imWortstreit einzugehen ,halten sie für rühmlich. (Josephus, Antiqu. XVIII, 1, 4; Ygl. Sanhedrin 99 h:איזהו אפיקורוס זה המבזה את רבו). Wehe denen, die das Maß und ewige Erbteil ihrer Väter verachten, sie werden keine Ruhe h aben (Henoch 99,14, vgl.V. 2; Deut.33,4; Sanh.10,1; Rosch haschana 18 a). Scheuen wir, ruft ein Sadducäer, des Alten hochbejahrtes Greisenalter nicht (Weisheit Salomos 2,10). Gegen diese Anschauung wendet sich vielleicht auch der Aus- Spruch (Aboth 6,3, Ygl. ibid. 7): הלומד מחברו פרק אחד או הלכה אחת או פסוק אחד או דבור אחד או אפילו אות אחת צריך לנהג בו כבוד. Diese Geringschätzung der auf die Nebenlehrer bezogen; dagegen in Ehren gehalten zu 1 Epikur göttliche Verehrung gi Warnung ,הלומד מחברו וגו. II. Die Seele des Menschen sterbe mit dem Leibe; es gäbe mithin weder Belohnung noch Strafe nach dem Tode, ebenso gibt es keine Auferstehung. (Josephus Antiquit. XVIII, 1, 4; Bell. Jud. II, 8, 14; Mt. 22, 23; Lc. 20, 27; Ygl. Berachoth 9,5:(משקלקלו המינין(הצדוקים ואמרו אין עולם אלא אחד התקינו..,., Sanhed. 90 b: שאלו צדוקים את ח גמליאל תחיית המתים מה״ת מניין. * Epikuräismus I. Epikur rühmt sich, dass er das, was er war, ohne Lehrer durch sich selbst geworden sei, und wollte selbst seinen nachweislichen Lehrern nichts zu verdanken haben (Cicero N. D. I 26, 72 f.). Sextus Math, führt sogar einige der Schmähreden Epikurs über seinen Lehrer Neusiphanes an (I, 2 ff., vgl. Diog. X, 8, 13). Ebenso hat sich Epikur über seinen Lehrer Demokrit geringschätzig geäussert (Cicero ib. I, 33, 93). In den Pusstapfen des Lehrers wandelten dann auch die Schüler von Epikur (vgl. Diog. X, 8; Cicero N. D. II, 29, 73). Lehrer hat sich allerdings nur ihren Hauptlehrer scheinen sie tben. So haben die Schüler dem Llt (vgl. weiter), daher auch die II. Die Seele löst sich gleich nach dem Tode auf (Lucr. III 177, vgl. Diog. 63). Wenn das Band zwischen Seele und Leib ganz gelöst wird, vermag auch die Seele nicht länger fortzudauern (Epik, bei Diog. 64). Nach dem Erlöschen wird der Leib zu Asche, und der Atem verfliegt wie feine Luft (Weisheit Salomos 2, 3).

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