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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1916-01-01 · XI. (1916) · page 277

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XI. (1916)
Date
1916-01-01
Page
– (sequence 277)
Language
German
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Miscellen. Zur Mischnah Jadajim 4, 8. In der Mischnah Jadajim 4, 8 lesen wir: אמר צדוקי גלילי קובל אני עליבם פרושים שאתם כותבים את המושל עם משה בגט, אומרים פרושים קובלים אנו עליך צדוקי גלילי שאתם כותבים את המושל עם השם בדף ולא עוד אלא שאתם כותבין את המושל מלמעלן ואת השם מלמטן שנאמר ויאמר פרעה מי ״ ה׳ אשר אשמע בקולוEin galiläischer Sadducäer sagte: Ich muss euch Pharisäer tadeln, denn ihr schreibt den Namen des Moses zugleich mit dem des Landesherrn in einem Scheidebrief. Darauf erwiderten die Pharisäer: Wir müssen dich tadeln, denn ihr schreibt den Namen Gottes mit dem des Landesherrn auf eine und dieselbe Seite, ja ihr stellt den Namen des Fürsten dem Gottesnamen voran; denn so heisst es: ״Pharao sprach: Wer ist Gott, dass ich auf seine Stimme hören soll?“ Jeder, der diese Mischnah genau durchliest, muss sich fragen: wie ist es möglich, dass die Sadducäer als Abkömmlinge der Helenisten, die die Gesetzesrollen verbrannt hatten und alles dem Judentum Heilige mit Füssen traten1), einen solchen ßespekt vor Moses hatten, dass sie seinen Namen nicht zugleich mit dem des Landesfürsten in einem Scheidebrief schreiben lassen wollten? Die Frage ist aber auch deshalb auffällig j weil der Fragesteller sich die ihm erteilte Antwort selbst hätte geben können. Oder kannte er wirklich den Inhalt eines Scheidebriefs wohl, nicht aber den des Pentateuchs? Sollte dem Sadducäer der Name Moses’ heiliger gewesen sein als der Gottesname? *) Vgl. hierzu Halevy, Doroth Harischonim I c, 366. Jahrbuch J. L. G. XI.!7

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