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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1916-01-01 · XI. (1916) · page 275

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XI. (1916)
Date
1916-01-01
Page
– (sequence 275)
Language
German
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255 5. E a s c h i zu M e g i 11 a 31 a. Da inzwischen Pessach in die Lande gegangen ist, möge eine Notiz zu Easchi in Megilla 31 a, wo es sich darum handelt, welche Schriftabschnitte an den beiden ersten Festtagen zu verlesen sind, meine Bemerkungen beschliessen. Dort teilt die Gemara folgendes mit: ת״ר בפסח קורין בפרשת מועדות ומפטירין בפסח גלגל והאימא דאיבא תרי יומי יומא קמא בפסח גלגל ולמחר בפסח יאשיהו ושאר ימות חפסח מלקט וקורא מענינו של פסח מאי היא א״ר פפא מאפ״ו סימן. Zu den letzten Worten bemerkt Easchi am Schlüsse: דום טוב שני קורי} ביום ראשון שור או כשב. E. Joel Sirkes z. St. will diesen Text nicht gelten lassen und meint, es müsse vielmehr heissen: וביום שני קורין ב״ח; משכו וביום ראשון שור schliesst: ותיבת טוב נמחק. Offenbar sah sich ב״ח zu dieser Textesänderung veranlasst durch die a. a. O. später folgenden Worte der Gemara, אמר אביי והאידנא נהוג עלמא למיקרי משך תורא וכו', welche in der Tat, solange man nicht die Fortsetzung beachtet und mit den Worten des E. Papa vergleicht, die Auffassung nahelegen, dass die genannten Thoraabschnitte ehemals in umgekehrter Eeihenfolge an den beiden Festtagen vorgetragen wurden. M. E. ist es aber ausser Zweifel, dass die überlieferte Lesart die einzig richtige ist. Da der Eingang der erstgenannten und hier in Betracht kommenden Gemara wohl von zwei verschiedenen Haphtaroth für die zwei ersten Tage spricht, bezüglich der Thoravorlesung aber nur sagt: בפסח קורין בם׳ מועדות, ist schon von vornherein wahrscheinlich, dass ursprünglich ein und derselbe Thoraabschnitt an den beiden ersten Tagen verlesen wurde, ganz ebenso wie ja nach der a. a. 0♦ weiter folgenden Gemara bis heute an den beiden ersten Sukkothtagen שור או בשב vorgetragen wird. Indessen ist dieser Hinweis an sich noch nicht beweiskräftig. Heisst es doch dort ausdrücklich: והאימא דאיבא תרי יומי למחר מיקרא ד.״נ קרינן, während hier eine solche ausdrückliche Mitteilung fehlt. Mit Sicherheit ergibt sich jedoch die Eichtigkeit unseres Easchitextes aus den Worten: ושאר ימות הפסח ... מאפ״ו סימן (s. Easchi z. St.: משכו וקחו לכם צאן, אם כסף תלוה, פסל לך, וידבר שבהעלותך ויום טוב שני וכו'), zumal wenn man ihnen nun die Worte Abbajis in ihrem vollen Wortlaut gegenüberstellt; והאימא נהוג עלמא למיקרי משך תורא קדש כספא פסל במדברא שלח בוכרא. Danach wurde also in alter Zeit — wie ja auch Easchi erklärt — der Schrift-

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