Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XI. (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- – (sequence 269)
- Language
- German
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Randglossen. Von Rabbiner Dr. Jakob Morovitz in Frankfurt a. M. 1. Der ״Gaon Jakob“. Die an interessanten Mitteilungen überaus reiche Chronik Josef Sambaris, der im 17. Jahrhundert in Ägypten lebte, bringt auch Einiges über den Scheinmessias David Alrui, dessen sagenumwobene Persönlichkeit durch den gleichnamigen Koman Benjamin Disraelis weiteren Kreisen bekannt geworden ist. Das genannte Geschichtswerk ist in seinen wichtigsten Teilen zuerst von A. Neubauer in seinen Anecdota Oxoniensia I Oxford 1887 S. 115—162 veröffentlicht und im Jahre 1896 von A. Berliner als erstes, leider einzig gebliebenes Bändchen von Quellenschriften zur jüdischen Geschichte und Literatur neu herausgegeben worden. Über Alrui heisst es dort (Neubauer S. 128, Berliner S. 15): ובשנת ארבעת אלפים ותתקכ״ג קם איש אחד ושמו דוד אלרואי מעיר עמרייא ולמד לפני ריש גלותא רבנו חסדאי ולפני עלי ראש הישיבה ולפני הגאון יעקב במדינת בגדד. Nun sind die hier an erster und zweiter Stelle genannten Männer• auch sonst bekannt. Wer ist aber der Gaon Jakob? Indem ich Umschau hielt, wo sich etwas über Alrui finde, kam ich u. a. auf die מסעות von Benjamin aus Tudela. Eine genauere Vergleichung zeigte mir bald, dass Sambari a. a. O. den Beisebeschreibungen Benjamins fast wortwörtlich folgt. Dieser beginnt seine bezügliche Erzählung folgendermassen (Grünhut-Adler I, S. 72): והיום עשר שנים קם איש אחד ושמו דוד אלרואי מעיר עמריה ולמד לפגי ראש הגולה חסדאי ולפני ראש ישיבה עלי גאון יעקב במדינת בגדד. Selbst den Schreibfehler עמריה bzw. עמריא statt עמדיא, den alle Handschriften haben (s. die Ausgabe von M. N. Adler, London 1907) und den erst Neubauer bei Sambari beseitigt hat, hat