Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XI. (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- – (sequence 254)
- Language
- German
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234 gefunden, so dass Heidenheims Erklärung dadurch an innerer Wahrscheinlichkeit gewinnt. R. Israel Sklow, Verfasser des bedeutenden Werkes פאת השלחץ (Neuauflage: Jerusalem תרע״א durch A. M. Luncz), ein begeisterter, ja glühender Verehrer seines Lehrers, des Gaon, kann den Gedanken gar nicht fassen, dass neben der Erklärung des Gaon eine andere zu Recht bestehen soll, und ergeht sich fast in Schmähungen gegen jeden, der sie zu bemängeln wagt; siehe Vorrede des genannten Werkes. Er erhebt gegen Heidenheim den Einwand, dass weiterhin Perek VH Halacha 4 eine Liste der Wörter, die mit ו geschrieben und mit י gelesen werden, angeführt wird, darunter auch das fragliche יעואל יעיאל, das nach H. hier im sechsten Perek gemeint sein soll. Damit sei bewiesen, dass dieses Wort an unserer Stelle nicht behandelt wird. Selbst wenn die Angabe richtig wäre, so entbehrt sie der Beweiskraft; denn hier wird nur angeführt, wio oft יעואל geschrieben und יעיאל gelesen wird, während dort die ganze Liste der כת״ב״ן ו״״ו וקריין ״רד angegeben ist. Wer die Liste prüft, sieht jedoch, dass dort das Wort יעואל nicht angeführt wird, und nur der Gaon es hinein korrigiert; נחלת יעקב liest an der betreffenden Stelle תואל. Das eine ist mindestens so berechtigt wie das andere. R. Simon Duran bringt in seinem תשב״ץ I, 72, Rambam soll in Bezug auf seinen grossen Opponenten Rabad, als ihm dessen השגות zu Gesicht kamen, geäussert haben: מ״מ" לא נצחני אדם אלא בעל חכמה אחת, nur dieser Mann, der בעל חכמה אחת war und sein Spezialgebiet mit grosser Meisterschaft beherrschte, habe ihn auf diesem Gebiete besiegt. Heidenheim war auch ein solcher בעל חכמה אחת, und es tut der Grösse des Gaon keinen Abbruch, wenn wir annehmen, dass H. hier gegen den Heros der neueren Zeit, der ein בעל חכמות רבות war, das Rechte gefunden hat. Vorstehendes hatte ich mir bereits vor vielen Jahren notiert, als ich dann im Machsor Vitry, Masecheth Sofrim 6, 7 sah, dass auch dort Heidenheims LA steht, wodurch jeder Zweifel behoben ist. Joel Müller in seiner Ausgabe der M. Sofrim, Leipzig 1878, ist derselben Ansicht, nur will er für ודברו lieber דדברי lesen. Aber im Machsor Vitry steht וחברו, wie Naumburg vorgeschlagen hat.