Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1916-01-01 · XI. (1916) · page 251

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XI. (1916)
Date
1916-01-01
Page
– (sequence 251)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
92% known words query
IRI
…/3486266-3486295--4811-3491180
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

231 LXVI. Im sechsten Perek von Massecheth Sofrim befinden sich verschiedene masoretische Notizen. Eine derselben, die als Halacha 7 bezeichnet wird, hat folgenden Wortlaut: ענאל יניאל ובגדעון אלישמע השוטר [הסופר). R. Jakob Naumburg, der Verfasser des vorzüglichen Kommentars נחלת יעקב, gesteht, für die rätselhaften Worte keine Erklärung zu haben, obgleich er für so viele dunkle und schwierige Stellen Rat zu schaffen weiss. Den ersten Versuch einer Erklärung der Stelle machte der berühmte Wilnaer Gaon in seinen dortigen Noten; sie wird auch in שנות אליה׳ im Anhang angeführt. Das letzte Wort der vorhergehenden Halacha 6 lautet ודברו; auch dafür fehlt jede annehmbare Erklärung. Er verbindet nun dieses Wort mit der folgenden siebenten Halacha, emendiert es in דברי und liest nunmehr unsere Halacha also: דברי עניאל יניאל וב׳ גריעין אלישמע הסופר, wozu er dann folgende Erklärung gibt. In Halacha 5 und 6 werden Bibelverse aufgezählt und nach masoretischer Art mit Stichworten bezeichnet, in denen לא mit א geschrieben und mit ו gelesen wird. Es gibt deren drei in der Thora und vierzehn in den übrigen Büchern des Th’nach. Norzi zu Jesajas Kap. 49, 6 bemerkt aber schon, dass unter den Masoreten bezüglich der *־נץ Stellen eine Meinungsverschiedenheit besteht, indem manche von den auf gezählten 14 Stellen zwei ausschalten. Das ist der Sinn der erwähnten Stelle. Sie bildet keinen selbständigen Satz, sondern ist nur eine Nachbemerkung zu der im Vorhergehenden aufgestellten Liste von Bibelversen, in denen לא mit א geschrieben und mit ו gelesen wird. Sie muss, nach dem Gaon, so erklärt werden: ״ דברי עניאל יניאלDas Vorstehende sind die Worte des Aniel und Janieltt — d. h. zweier Schreiber oder Masoreten dieses Namens — ״ וב׳ גריעין אלישמע הסופרzwei sind jedoch abzuziehen nach Ansicht des Schreibers Elischama“. Nach dem Gaon hat sich R. Wolf Heidenheim mit dieser Stelle beschäftigt und folgende Erklärung gegeben, die sich am Ende seiner Pentateuchausgaben befindet. Er macht eine Masora namhaft, die sich I Chr. 9, 35 befindet; vgl. auch אכלה ואכלה ed. Frensdorf 146 S. 109. Dort

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.