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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1916-01-01 · XI. (1916) · page 213

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XI. (1916)
Date
1916-01-01
Page
– (sequence 213)
Language
German
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IRI
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193 Der Synodalpräsident Abraham b: R. Joske berichtete an» 8. Tischri 1751 an den ihm verschwägerten R. Jakob Emden: ״Als wir im Rate beisammen waren, Tag für Tag hofften wir die Stimme des Herolds zu hören, der ״Frieden, Frieden“ spricht... und wir sagten: ״Muss denn Schild und Spiess in Israel gesehen werden? Unser Schweigen ist schöner als unser Reden“. Diese Friedensschalmei glossierte R. Jakob Emden mit den seharfen Worten, ״dass nicht, wie es sich geziemt hätte, ein bestimmter Recbtssprnch gefällt worden sei, . . . and dass die Grossen der Zeit ihr Angesicht zur Erde niedersenken and ״Frieden, Friede!»“ sprechen. Nanmehr haben sich unter sie [Synode] Freche gemengt [Abraham aas Lablin] . . . wir hofften anf Licht, doch siehe, Finsternis ward der Erleuchtung . . . [Abr.] aas Lablin hängt den Rufer an die Yierländersynode and handelt dabei doch nur im eigenen Interesse.“ Das taktand massvolle Verhalten׳ der Synode war am so gebotener, als in ganz Polen and selbst in der Stille dortiger Klöster die tolle Nachricht durch die Zeitungen verbreitet wurde, der Kampf gelte der Frage, ob Israels Messias bereits erschienen oder za erwarten sei 175). I» seinem Schreiben wies der Präsident auf seine Mahnung an die Altonaer Gemeindevorsteher vom 9. Tischri 1751 hin zur freundschaftlichen Rückberufung R. Jakobs aas seinem Amsterdamer Exil, in das er geflüchtet war, weil er von dem Anhänge R. Jo• natans sich bedroht glaubte, and gab in jenem Briefe vom 9. Tischri dem ״besonderen Vergnügen . . . unter denen sämbtliche hohe Rechtsgelehrte Rabbiners ... über des Herrn Ober-Rabbiner Eibeschitz sein Schreiben“ and auch ihrer hohen Genugtuung über R. Jonatans Kommen tirung seiner Amulette Ausdruck, die er in seiner ausführlichen Zuschrift an die Synode gegeben hatte ,76). Aus jenem Stadium des Kampfes wird uns aber auch eine Kunde, die besagt, dass die Synode der Beschuldigung, dass R. Jonatan ein Krypto-Sabbatianer sei, Glauben geschenkt habe. ”5) ערות ביעקב S. 55 a, b, ערות nmS a. a. O. S. 51 b, 58 b, תורת הקנאות 1. Auf!., Amsterdam 1752, S. 61 a, 64 b. 176) Dieser Mahnbrief, d. d. Lissa 9. Tischri 1751, bisher unveröffentlicht, ist nur noch in deutscher Uebersetzung vorhanden und in dieser Abhandlung als Nr. XXII zum Abdruck gekommen. 1 תורת הקנאות. Aufl. S. 63 a.

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