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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1916-01-01 · XI. (1916) · page 207

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XI. (1916)
Date
1916-01-01
Page
– (sequence 207)
Language
German
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187 in der dortigen Synagoge hatten bekannt machen lassen. Er wurde in der Synagoge zu Constantinow zur Synodalzeit bekannt gegeben, in alle 1Gemeinden versandt und sollte in den Synagogen an jedem Rüsttage zum Neumondsfeste zur Verlesung kommen. Er betraf diejenigen, die Thora und Talmud verachten, mit den Verächtern in irgendwelcher Verbindung stehen, die an Sabbatai Zebi, an seinen Propheten Natan Gazati und an Berachja (den die Sabbatianer in Saloniki ganz besonders verehrten und anbeteten) glaubten und nicht Reue zeigten, die ihre blasphemischen Schriften halten öder lesen, ihre Amulette weiter geben. Sie sollten weder zum Rabbinatsnoch Vorbeteramte noch zu sonst irgendwelcher religiösen Funktion zugelassen werden; ihre Ehefrauen und Töchter sollen als Prostituierte und ihre Kinder als im Ehebruch erzeugte Bastarde angesehen werden. Jeder Jude wurde ermahnt, die heimlichen Sabbatianer oder Frankisten anzugeben und ihre Untaten aufzudecken. Den Sohar und die kabbalistischen Schriften sollte niemand vor seinem einunddreissigsten Lebensjahre und erst nach gründlichem Studium von Talmud und Dezisoren lernen. Gegen ihre nichtswürdige Verleumdung, es meine der Talmud mit seiner Verurteilung der Heiden alle Nichtjuden, nahm der Synodalsekretär R. Abraham Kohen aus Zamosc, Rabbiner in Tarlow (s. w. von Lublin), eine treibende Kraft der Synode, in einem Schreiben an R. Jakob Emden am 8. Tebeth 1756 Stellung und teilte ihm mit: ״Wir haben bereits auf der Synode Constantinow am 25. Elul 1758 dieserhalb Geld bei den Bischöfen hergegeben, haben am Rosch haschanah, Jom Kippur, Hoschana rabba und Fasttagen unter Schofarblasen und Lichterauslöschen in allen Gebieten der Synode bekannt machen lassen, dass man diese verwünschte Sekte der Sabbatianer banne . . . haben ihre abscheulichen Schriften gleichfalls in den Bann getan . . . Auch der Synodalpräsident hatte es befohlen . . . doch siehe ... es bleibt uns keine andere Rettung als beim Papst einen Bannbrief gegen diesen bösen Glauben zu erlangen. Wir müssen von hier aus und ihr von dort aus an unsere Vornehmen in Italien schreiben, dass sie hierin sich bemühen“. Ein anderer Freund, Baruch b. David Jawan, berichtet R. Jakob Emden am 4. Tischri desselben Jahres aus Constantinow über dieselbe Synode und sagt: ״Die Ange-

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