Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XI. (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- – (sequence 91)
- Language
- German
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71 24. selbigen Monats. Ischack Senior (Teixeira) lässt den Vorstand durch den HH. Moseh Israel bitten, ihn bei der diesjährigen Wahl, mit Rücksicht auf seine vielfachen Geschäfte, von der Uebernabme des Vorsteher« amts zu befreien; auch bedürfe er, wegen seines leidenden Zu- Standes, der Ruhe. Der Vorstand liess indes diese Gründe nicht gelten und teilte ihm durch den Herrn HH. mit, dass er ihn nicht dispensieren könne. __ Joseph Henrriques Aljofareiro (der Perlenhändler) hatte die Vorsteher der Tudescos vor den Bürgermeister Jarck geladen, um sie gegen ihren Willen zu zwingen, einen unter dem Beinamen ״Snuthahn“ bekannten deutschen Juden hier wohnen zu lassen, welcher angeblich sein Gehülfe (mogo) sei. Es wurde ihm aus triftigen Gründen verboten, dieses Verfahren weiter zu betreiben, und er darf den Genannten, bei Strafe der Berachä, bis auf weiteres hier nicht als Wobnberechtigten (morador) einführen. 26. selbigen Monats. Die Hahamim wieseh darauf hin, dass einige Mitglieder bei der Stimmenabgabe am vergangenen Donnerstag gefehlt hatten. Der Vorstand entschied, dass die Betreffenden wegen ihres Un« gehorsams die durch Verordnung festgesetzte Geldstrafe von M. 3 zu erlegen und überdies bis heute Mittag ihre Stimme abzugeben haben, da ihnen andernfalls auch an Roshasanä der Zutritt zur Synagoge verwehrt werden würde. An Beisteuer für das Bet Ahaim sollen Ischack Coen D’Azevedo M. 3 und Selomo Israel M. 6 bezahlen. Der obenerwähnte Joseph Henrriques wünscht den betreffenden jungen Mann nach Leipzig mitzunehmen. Es wird ihm auferlegt, sich an die Vorsteher der Tudescos zu wenden, damit diese dem jungen Manne gestatten, sich bis zur Messe hier aufzuhalten. Am 26. des Monats. Jaacob da Fonseca deponiert Silberzeug als Sicherheit für die M. 800, die der Vorstand dem Samuel Guedez auszahlen soll; auch erklärt er sich damit einverstanden, dass das Verfahren bei dem