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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1916-01-01 · XI. (1916) · page 89

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XI. (1916)
Date
1916-01-01
Page
– (sequence 89)
Language
German
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69 der Gottesfurcht der Herren Vorsteher, dass sie ihm einige Hülfe zuteil werden lassen, um sein Ziel zu erreichen. — Die Entscheidung über dieses Gesuch wird dem Ermessen des kommenden Vorstandes anheimgegeben. _ Ishack Rodriguez mit dem Beinamen o Corbato will, dem Befehl des Vorstandes folge leistend, von hier fortreisen und sich in Gesellschaft einiger Tudescos nach Italien begeben. Auf seine Bitte werden ihm Rt. 3 bewilligt; denn, heisst es, ״es ist für die Gemeinde in hohem Grade erspriesslich, derartige Leute aus ihrer Mitte zu entfernen“. _ Wiederholt war der Vorstand auf die Uebelstände hingewiesen worden, welche daraus erwachsen, dass Mitgliedern unserer Gemeinde ihre Häuser nicht auf eigenen Namen eingetragen werden. Noch jüngst hatte sich der Fall zugetragen, dass ein gewisser Ant^ (Antonio?), auf dessen Namen die Häuser der Gemeinde eingetragen standen, sich in schurkischer Weise (velhacaria) weigerte, dieselben auf Namen des Käufers umschreiben zu lassen, weil er an Ishack Senior eine Forderung hatte. Man beschloss, sich bei einem Hohen Senat dafür zu verwenden, dass solche Häuser auf eigenen Namen eingetragen werden, und nahm dieserbalb Rücksprache mit dem Herrn Bürgermeister, der seine Befürwortung zusagte und empfahl, eine Supplik einzureichen. Es wurde hierzu Auftrag erteilt. Zur Leitung und Beaufsichtigung des Baues unserer Synagoge wird eine Kommission, bestehend aus den Herren Abraham Naar, Aaron Senior und Jeosua Abensur, ernannt. Die Genannten sollen in dringenden Fällen die Herren Joseph Abendana, Selomo Coen und Selomo Curiel zu Rate ziehen, über alle ihre Beschlüsse dem Vorstande berichten und dessen Genehmigung einholen. Am vergangenen Sabbat, beim Minchä-Gottesdienst, hatte in der Synagoge eine Störung stattgefunden, dadurch veranlasst, dass Michel, ein bei Moseh de Pinto angestellter Tudesco, einen ihm nicht zugehörenden Platz einnahm und sich hierbei vor Jacob Oeb drängte, während dieser die Hamidä verrichtete, worüber derselbe ihn zur Rede stellte. Die betreffenden Ruhestörer wurden mit Geldstrafen belegt und dem Michel überdies bis Rosasanä der Zutritt zur Synagoge untersagt.

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