Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XI. (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- – (sequence 81)
- Language
- German
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61 29. s. M. Die bereits verhandelten Differenzen und Forderungen zwischen Ischack Naar und Baruch Nahamias sollen unter Zustimmung beider durch die HH. Moseh Israel und Jaacob Sosportas entschieden werden. Anstatt eine Kompromissakte vollziehen zu lassen, sollen die Chachamim den Parteien Kinjan und einen Eid nach dem Din de Israel abnehmen. B. Sivan. Man erörterte den Verkauf des Gemeindehauses, welches vor einigen Jahren angekauft worden war, um als Synagoge zu dienen1). Da die Erfahrung gelehrt hatte, dass sich dies nicht erreichen lässt; da übrigens das Gebäude wenig dauerhaft war und ständig an Wert verlor, berief man eine Versammlung aller derjenigen Personen, welche seit der Gründung der Gemeinde an der Verwaltung teilgenommen hatten, und es wurde mit Stimmenmehrheit beschlossen, auf das von David Senior namens des Glas Kock gemachte Gebot von 250 (25 000) Mark einzugehen, indes sich zu bemühen, einen noch vorteilhafteren Preis zu erzielen. Nach er• folgter Unterhandlung gelang dann der Verkauf zu 25400 Mark. Ferner wurde beschlossen, das von Ishack de Crasto bewohnte Haus zur Verbesserung unserer Synagoge anzukaufen. Zur Verlesung gelangte ein aus Verona eingegangenes Schreiben der Witwe des HH. Joseph Alcalaira, in welchem sie um Beisteuer zur Verheiratung einer Tochter bat. Mit Rücksicht auf unsere eigenen grossen Verpflichtungen wurde das Gesuch abgelehnt. Das von Ishack de Crasto bewohnte Haus, für welches dem Eigentümer zunächst 10 500 Mark geboten worden, kaufte Abraham Naar für die Gemeinde zum Preise von 10800 Mark. ף Wie unter dem 25. Ab 5419 (|ahrb. VIII, S. 285) berichtet, hatteman zum Bau eines Gotteshauses drei Häuser an der Walstraat angekauft. Den Umtrieben einiger unduldsamer Bürger gelang es jedoch, die Ausführung dieses Vorhabens zu verhindern. Anscheinend musste die Gemeinde sich deshalb zunächst damit begnügen, die bis dahin benutzte Synagoge durch einen Anbau zu erweitern. (Vergleiche auch Dr. A. Feilchenfetd, Aus der älteren Geschichte der Portugies.-jüdischen Gemeinde).