Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XI. (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- – (sequence 80)
- Language
- German
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60 Rechnung führen und sie einkassieren. Daniel Jesurun soll an Sepher rufen, während Reuben als Dritter zu assistieren hat. 12. Adar. Auf Fürsprache des Dr. Pimentel wird dem Chacham Moseh Israel eine einmalige Unterstützung von 20 Rt. gewährt, damit dessen Sohn Jeonatan sich als Steinschneider (lapidario) ausbilden kann; derselbe würde ohne diese Subvention den Unterricht in dieser Kunst nicht weiter geniessen können. Dem David da Silva wird auf Bitten seines Vaters Joseph da S. und des Jeonatan Israel gestattet, während des Pesachfestes an einigen Tagen zur Synagoge zu kommen. Der Genannte verspricht, demnächst mit seiner Familie nach einer anderen Stadt zu ziehen. Am 27. Nisan erhielt Ishack Baruch die Erlaubnis zum Besuch der Synagoge. - Ishack Aboab hatte ohne irgend welche Ursache den Joseph Abendana an der Börse durch Worte beleidigt und sogar gedroht, ihm das Leben zu nehmen. Man liess ihm durch den Samäs ankündigen, er dürfe bei Strafe des Bannes dem Abendana weder durch Worte noch tätlich zu nahe treten. Abraham de Valenga hätte in der Synagoge nach dem Gottesdienste die Hand gegen Cäserez erhoben und soll deshalb einen halben Rt. Strafe zahlen. Die Strafe wurde jedoch ermässigt, da er von C. sehr gereizt worden war. Dem Elisä Henriquez, welcher nach Amsterdam reisen will, gewährt man 24 Mark. Diese gelten als Darlehen an seinen Neffen Daniel Abendana, der ihm eine grössere Summe schuldet. Man wird versuchen, jenen Betrag von dessen Courtage einzuziehen. Am 4. Jiar. Morgen, Montag, soll unser Chacham den sonst im Nisan verkündeten Bannspruch gegen Denunzianten, vor welchen Gott sein Volk behüte, von neuem von der Teva verlesen1). l) Siehe Jahrbuch VII, S. 164«. und Jahrb. IX, S. 349.