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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1916-01-01 · XI. (1916) · page 79

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XI. (1916)
Date
1916-01-01
Page
– (sequence 79)
Language
German
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59 Kompromiss eingehen würde1). De Vargas zeigte nun dem Vorstände an, es wolle sich niemand in der Gemeinde mit seiner Angelegenheit befassen. Nur Chacham Soportas (Sosportas) habe sich hierzu bereit erklärt, sofern sich Chacham Moseh Israel ihm anscbliesst, andernfalls jedoch nicht. Nach vielem Zureden willigte Fidanque ein, sämtliche Differenzen durch die genannten beiden Chachamim schlichten zu lassen. _ Der Hasän Ishack Nahamias soll bei der Herstellung der Magot sowie bei dem Backofen assistieren, wofür ihm 10 Rt. bewilligt werden. Der Herr Chacham redete ihm zu, diese Misvä anzunehmen. Das Gesuch des Manoel de Campos um Unterstützung bei seinem Fortzuge von hier wird abgelehnt, um die Gemeindekasse nicht zu überlasten und um nicht Anlass zu weiteren derartigen Gesuchen zu geben; indessen veranstalten die Vorstandsmitglieder unter sich eine Sammlung zum Besten des Genannten. Samuel Guedez sollte in Strafe genommen werden, weil er zu der Trauung und dem Hochzeitsmahl (sea) seiner Nichte eine grössere Anzahl Gäste eingeladen hatte, als die Verordnung gestattet; jedoch verschob man diese Angelegenheit bis nach Purim. 8. Adar. Nachdem Daniel Jesurun von Privatleuten einigen Zuschuss (subsidio) erlangt hat, bedarf er des Mieteertrages aus dem Hause und dem Bet Halm 2) nicht mehr. Die Jechidim von Glückstadt dringen darauf, dass dieser Ertrag zur Ausbesserung der Synagoge und zur Besoldung des Sochet verwendet werde, damit sie Fleisch für ihren Bedarf erhalten. Der zur Zeit hier anwesende Jaacob Musaphia ist derselben Meinung, und dieser würde sich auch Jeosua Barmosö anschliessen. Musaphia wird beauftragt, sich mit dem Ebengenannten hierüber zu verständigen und sodann hierher zu berichten. Man werde sodann den Jesurun anweisen, auf die Mietegelder zu verzichten. Musaphia soll über die Spenden an Sedacä ') Siehe S. 50 und 54. 2) Siehe Seite 56.

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