Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XI. (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- – (sequence 69)
- Language
- German
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49 genannten sprechen zn dürfen. Der Vorstand verweigerte nicht nur diese Erlaubnis, sondern tadelte ein derartiges Gesuch. Am 10. November (4. Hesvan) bandelte es sich um Gelder, welche Selomo Cohen für Rechnung der Ester Franca bei dem Vorstande hinterlegt hatte. Hiervon wurden M. 8000.— an Paulo Viloquens (Wilckens?) und M. 4000.— an Luis Debois ausgezahlt. 19. Kisleb. Der Dona Sarä Senior wurden brieflich 8 Waisenmädchen namhaft gemacht mit dem Ersuchen, unter diesen ihre Wahl zu treffen, nämlich Judica, Tochter des sei. Haham Ischack Jesurun, Clara Franca, Enkelin der Sarä Abarbanell, Bacbel Israel, Tochter des Samuel Israel und Nichte des Daniel Coen. Die genannte Dame nahm das Schreiben entgegen und ver• sprach am Jahrestage (dia de cumprimento do anno) des Ablebens ihres sei. Mannes ihre Erklärung abzugeben. 25. desselben Monats. Der Präsident wies auf die Notwendigkeit hin, in üblicher Weise Brennholz zu verteilen. Hierfür wurden laut Rechnung 139 Mark verausgabt. _ Dem Jacob de Tovar wurden 2 Taler bewilligt. Der Parnas der Talmud Torä, Semuel Guedez hatte dem Ischack, Sohne des Raphael Milano, einen Verweis erteilt, weil derselbe einen Kameraden in der Synagoge während des Gebets wiederholt störte. Wegen des hierbei gehabten Aergers hatte G., ohne dem Vorstande Anzeige zu machen, seinen ihm als Parnas gebührenden Platz verlassen und sich an seinen alten Platz begeben. Der Schatzmeister J. Abensur und später auch noch Abraham Naar wurden beauftragt, den G. zu veranlassen, seinen Platz wieder einzunehmen, unter der Zusage, dass man den jungen Mann wegen seines ungebührlichen Verhaltens bestrafen werde. Man bat G., doch nicht bei seinem Vorsatz zu beharren, da man andernfalls genötigt sein würde, den Satzungen gemäss zu verfahren. Jahrbuch J. L. G. XL 4