Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XI. (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- – (sequence 70)
- Language
- German
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50 Jeosua Bar Moseh ersuchte den Vorstand, Abraham Gomez und Frau Ester de Cässerez zu zwingen, in seiner Angelegenheit Schiedsrichter zu wählen. Jeosua Abensur wurde beauftragt, die Parteien zu vernehmen. Am 26. fand diese Vernehmung statt. Frau de Cässerez und Abraham Gomez erklärten, sie wüssten nichts von einer dem Jeosua Bar Moseh ihnen gegenüber zustehenden Forderung und sähen auch keine Veranlassung, Schiedsrichter zu erwählen. Am 27. s. M. Der Vorstand wollte sich darüber informieren, was aus der Synagoge, den Papieren und Privileg-Urkunden von Glückstadt geworden war, nachdem Abraham und Ishack Gomez sowie sonstige Mitglieder hierher gezogen, aus welchem Grunde dort eine Verwaltung nicht mehr bestand, auch kein Gottesdienst mehr abgehalten wurde. J. Barmosä beabsichtigte, alles an sich zu nehmen; wohingegen die Witwe Sarä Musaphia behauptete, dass ihr die Verfügung über alles zustehe. Man liess nun den z. Z. hier anwesenden Barmosä vorladen, um seine Darlegung und Rechtfertigung zu vernehmen und, nachdem dieses geschehen, beschloss man, eine verstärkte Versammlung (Junta grande) zu berufen, denn zweifellos sei es Sache unserer Gemeinde, darüber zu befinden, was in Zukunft geschehen soll. Barmosä wurde angewiesen, keinerlei gerichtliche oder sonstige Schritte zu unternehmen, um Musaphias zu belästigen, auch nicht die bei Frau Ester de Cässerez verbleibenden Privileg- Urkunden zu beanspruchen. Er versprach, dies innezuhalten und alles der Entscheidung des Mahamad zu überlassen. Dem Jacob de Touar liess man Rt. 2 anweisen. Am 3. Tebet. Mos6 de Vargas trägt vor, er habe Differenzen mit Joseph Fidänque. Falls wegen derselben nun bei den Landesgerichten prozessiert werden sollte, würde er gezwungen sein, Dinge zur Sprache zu bringen, welche dem Gegner und auch der Allgemeinheit