Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XI. (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- – (sequence 56)
- Language
- German
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36 hält, monatlich 4 Mark als Unterstützung (Soccorro) zahlen. In derselben Weise soll Ester Zacuta monatlich 3 Mark erhalten. (Uebersetzung.) Da nun die regelmässigen Armengelder so hoch angewachsen sind, und zwar infolge der von den Herren des früheren Vor- Standes gehegten, wenig begründeten Erwartung, dass noch zu ihrer Zeit unsere Wanderung und unser Exil ein Ende nehmen würden, diese aber, unserer Sünden wegen, noch weiter fortdauern, bis sich Gott seines Volkes erbarmt, — wird eine Abänderung und eventuelle Erhöhung (?) der Temidim dem Ermessen des demnächst eintretenden neuen Vorstandes anheimgegeben, während der jetzige Vorstand, weil wir demnächst bereits den letzten Eoshodez haben, keine Neuerungen einführen will. Dieser Vermerk dient lediglich zur Erinnerung. (Uebersetzung.) Am 7. Ab. Wie ein Hoher Senat (Ilustre Senado) den Vorstand benachrichtigt hat, wird bei ihm mit Bezug auf einige Personen unserer Gemeinde Klage darüber geführt, dass sie sich betrügerische Maklergeschäfte, ebensolche An- und Verkäufe von Waren und sonstige unehrliche Handlungen zu Schulden kommen lassen, und zwar sowohl neuerdings wie auch schon in früherer Zeit. Ueber den Sachverhalt dieser Fälle werde noch berichtet werden und seien auch die Namen der betreffenden Personen vorgemerkt, um sie zu bestrafen; man wolle solche Leute nicht in unserem Gebiet dulden. Ein jeder sehe daher zu, wie er handelt, und verfahre in allem mit der gebührenden Ehrlichkeit, wie sie das Judentum vorschreibt. Man lasse sich gesagt sein, dass sich der Vorstand andernfalls nicht zu Gunsten!derjenigen verwenden wird, welche sich derartiger Handlungen schuldig machen. Er wird im Gegenteil dafür sorgen, dass sie streng bestraft werden, damit die Guten nicht für die Bösen zu leiden haben und damit es von den portugiesischen Juden nicht heisse, dass sie derartige Schlechtigkeiten begehen, was einer Entweihung des göttlichen Namens gleichkommen würde.