Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XI. (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- – (sequence 38)
- Language
- German
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8ו Isag de V., der sich wegen seiner schönen Taten verborgen halten muss (anda ä sombra de telhados), bittet um Eeisegeld nach Amsterdam. Man lässt ihm das Passage-Geld auszahlen und in Amsterdam 2 Et. für seinen Unterhalt anweisen. Einem rechtschaffenen Tudesco Natan B. Semuel, welcher von Amsterdam kommt und Empfehlungen der dortigen Hahamim aufweist, gewährt man lx/2 Et. als Beisteuer zur Verheiratung seiner Tochter. Der Herr HH. überreicht eine Eechnung von 30 M. 14 ß für einen Ofen, den er sich mit Erlaubnis des Vorstandes in dem Gemeinde-Hause hat setzen lassen. Der Betrag wird angewiesen. Eoby Joseph Palache bittet um Ermässigung der Miete von 80 M., da die Wohnung hoch gelegen sei und wenig Gelass biete. Er soll, mit vergangenem Pessach anfangend, nur 70 M., also 10 M. weniger zahlen. _ Ein ähnliches Gesuch trägt Hasan Isag Namias vor. Er macht geltend, bei dem täglichen, vielen Ein- und Ausgehen in seinem Hause werde er fortgesetzt bestohlen. Er soll fortan nur 60 M. pro Jahr zahlen. Als Ersatz für das ihm Gestohlene sowie mit Eücksicht auf seine zeitweilige Unpässlichkeit erhält er überdies 15 M. _ Der Herr HH. verweist auf die grosse Bedürftigkeit der Frau Debora Aboab, Tochter des sei. Selomo Habilho. Dieselbe wohne bei ihrem Oheim Del Habilho, der nicht gestatten wolle, dass sie Unterstützung aus der Gemeindekasse empfängt. Ihr soll fortan durch den HH. ein Tamid von 4 M. pro Monat zugestellt werden. _ Bei den von ausserhalb eingeführten;Käsen entstehen bisweilen Zweifel über die rituelle Zulässigkeit. Der Herr HH. wird fortan die begleitenden Atteste prüfen und die von ihm für zulässig befundenen Käse mit seiner Marke N. S. versehen1), *) Die Anfangsbuchstaben N. S. bedeuten vielleicht: nosso seil =־ unser Siegel.