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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1916-01-01 · XI. (1916) · page 39

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XI. (1916)
Date
1916-01-01
Page
– (sequence 39)
Language
German
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19 welche Marke durch Anschlag an der Tür der Synagoge bekannt zu machen ist. Alle Käse, welche diese Marke nicht tragen, gelten als trefot und sind für den Konsum verboten. Für seine Mühewaltung sowie dafür, dass er ab und zu jemanden hinschickt, um die vorschriftsmässige Herstellung zu kontrollieren, soll der Herr HH. pro Kopf Käse aus Olsten (Holstein) und aus der Umgegend 1/2 Schilling, für denjenigen aus Frisa (Friesland), Emden, sowie den aus jenen Gegenden, welcher 15 bis 20 Pfd. pro Kopf wiegt, 1 Schilling von dem Verkäufer erhalten. Semuel Gedez lässt Jacob da Fonseca vorladen und fordert von ihm Zahlung von 52 M. 8 Sch. 6., für Rechnung seines Neffen Semuel de Liäo in Amsterdam, als Kostenpreis für ein Talet und 2 Damen-Scheitel (2 pares de gedelhas), die ihm übersandt worden. F. erkennt die Schuld an und verspricht baldige Zahlung. G. verlangt ferner Zahlung laut ihm erstatteter Abrechnung, worüber er Wechsel des F. in Händen hat. F. will diese bezahlen, sobald sein Bruder Abraham da Fonseca seinerseits die auf ihn laufenden Wechsel einlöst und man ihm die Ladung vergütet, welche im Namen des Guedez nach Mälaga gesandt worden, doch auf der Hinfahrt verloren gegangen ist und wofür G. von den Asseeuradeuren vollen Ersatz erhalten hat. G. schiebt F. den Eid darüber zu, dass dieser ihm die Prämie ersetzt hätte, wenn die Ladung gut angekommen wäre; er werde ihm dann jene Ladung ohne Widerrede bezahlen. Es sind nicht genügend Damen vorhanden, um in Krankheits- und Sterbefällen bei weiblichen Personen und Kindern das Wachen zu übernehmen und den Trauernden bis zur Bestattung Gesellschaft zu leisten. Durch Bekanntmachung von der Tebä sollen fromme Damen, welche dieses Liebenswerk üben wollen, aufgefordert werden, sich bei dem Parnas der Hebrä de Bicur Holim zu melden, damit, ebenso wie bei den Männern üblich, ihre Namen in eine Urne gelegt und in vorkommenden Fällen ausgelost werden, so dass nicht, wie bisher geschehen, sich in einzelnen Trauerfällen viele Damen einfinden, in anderen dagegen gar keine. Möge Gott alle Krankheiten von seinem Volke fernhalten! *2

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