Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XI. (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- – (sequence 29)
- Language
- German
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9 gebracht worden war, wo man den Betrag von 700 Patacas als Lösegeld für sie fordert. Der Genannte hat Briefe des Mahamad von Algier (Argei) an den von Sale sowie Beglaubigungsschreiben von bekannten Chachamim in Italien, durch welche bescheinigt wird, dass die Sache auf Wahrheit beruht und dass der Genannte bemüht ist, die bezeichnete Summe aufzubringen, um sodann nach Malta zurückzukehren und seinen Sohn aus der Gefangenschaft zu befreien, in welcher er ihn solange zurücklassen musste, bis er das Geld beisammen hätte. Wie dem Vorstände bekannt, haben ihn unsere Brüder in Amsterdam mit 100 Patacas unterstützt. Mit Rücksicht hierauf und da es sich um ein so hervorragend gutes Werk handelt, wurde beschlossen, ihm 20 Rt. za bewilligen. — Gott helfe allen und befreie uns aus den Händen unserer Feinde! Auf Antrag des Netanel Abudiente suchte der Schatzmeister den Daniel Mesias im Namen des Vorstandes auf, um ihn zu veranlassen, das Haus des A. beim Oster-Umzugstermin zu räumen, da dieser ihm rechtzeitig gekündigt habe und das Haus selber bewohnen wolle. Mesias erklärte, er wundere sich über dieses Verfahren des Obediente1), da er doch die Kündigung bereits vor Notar und Zeugen angenommen habe. Chacham Sosportas teilt mit, dass es seine Absicht sei, sobald Purim vorüber ist, nach Italien zu reisen, um von dort, aus grösserer Nähe, seine Reise nach Jerusalem anzutreten. Es fehle ihm nun an pekuniären Mitteln zur Reise nach Italien, weshalb er den Vorstand um Beistand bitte. Man beschliesst, ihm einhundert Risdaldres zu bewilligen unter der Bedingung, dass er seine ganze Familie mitnimmt; falls er dagegen seine Familie hier lassen will, soll er aus der Gemeindekasse nichts erhalten. (Uebersetzung.) Am 12. (13?) Adar seny, am Fasttag Ester, nach Beendigung des Minhä-Gebets, wurden, um der Freude in Veranlassung der 1l Hier hat also der Volksmund das arabische Abu*diente in das ihm geläufigere ״Obediente“ (der Gehorsame) verändert.