Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XI. (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
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8 Der HH. Mosö Israel und der Schatzmeister David Senior haben sich im Aufträge des Mahamad bemüht, die Eheleute Tovar zu veranlassen, wieder zusammen zu leben, wie es sich gehört, (como Ds. Manda); denn der Mann wohnte in einer Herberge und die Frau bei ihrer Mutter. Man mietete ihnen bis zum Oster- Umzugstermin einige Zimmer hinter dem ״Blau Thor“ für 4 Rt. Zur Auslösung seiner Effekten, die man in der Herberge für entstandene Schulden zurückhält, bekommt T. M. 15.— und ausserdem 1 Et., damit er fürs erste zu essen hat. Beide Eheleute werden dringend ermahnt, in redlicherWeise einem Erwerb nachzugehen, da die Gemeinde ihre eigenen Lasten habe und, nach einer Verordnung, Leuten, welche noch nicht zwei Jahre hier wohnen, Tamid nicht gewährt werden dürfe. Sie werden noch zum Frieden und zur Eintracht ermahnt, während man ihnen, für den Fall weiteren Unfriedens, mit strengen Massregeln droht. 4. s. M. Für Selomo Jessurun, welcher keine Kleidung besitzt und keine Mittel hat, sich solche anzuschaffen, lässt man einen Mantel, Beinkleider und Jacke, aus feinem ״Dusing“ Tuch sowie Gamasehen aus gleichem Stoff anfertigen. Ferner soll der jüngste Sohn der Witwe de Vargas einen Mantel und sein Bruder ein Paar Schuhe bekommen. Desgleichen soll der Berber Medina ein Paar fertige Beinkleider aus ebensolchem Stoff erhalten. Aus Amsterdam ist ein sehr ehrenwerter, verdienstvoller polnischer Rabbiner Namens ß. Nachman hier eingetroffen, welcher 9 Jahre lang von der portugiesischen Gemeinde daselbst unterhalten worden war. Da seine Familie sich vergrössert hat, kann er mit dem, was er dort erhielt, nicht mehr auskommen. Er ist von dem Herrn HH. dem Vorstande empfohlen, der ihm 15 Et. anweisen lässt. In der Sitzung erscheint, unter Fürsprache (apadrinhado) des Herrn HH. Mosö Israel, ein gewisser Isaq de Faro, welcher zusummen mit seinem Sohne gefangen genommen und nach Malta