Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XI. (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
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2 Am 12. Sebat wurden die Gesuche beim Senat und bei den Oberalten eingereicht. Sowohl jener wie diese bedauerten lebhaft die uns widerfahrene Beschimpfung, versprachen Abhülfe für die Zukunft und strenge Bestrafung der Delinquenten. Dem Jochanan Luria, welcher nach Amsterdam reist, werden 2 ßt. als Zehrgeld bewilligt. Der Bürgermeister Molder ersuchte den Jacob de Castro, als dieser ihm die Supplik an den Senat überreichte, ihm für seine Rechnung 4 Dosen (bucetas) Chokolade zu besorgen. Der Vorstand beschloss, ihm solche als Geschenk zu übersenden. 18 s. M. Ein armer römischer (rumänischer?) Jude (Romano), welcher bereits früher unterstützt worden ist, erhält 2 Rt. und soll bei seiner Abreise weitere 2 Rt. als Zehrgeld erhalten. Den 2 Töchtern der Sarä de Vargas wird für 2 bis 3 Monate Behandlung durch den Arzt der Hebrä und Unterstützung seitens dieser heiligen Brüderschaft bewilligt. 18 Sebat. Jsaque de Vargas klagt, es fehle ihm an Nahrung und Kleidüng, da er keine Arbeit mehr habe, mit der er sich bisher beides verdiente. Der Schatzmeister wird angewiesen, ihm für Rechnung der Gemeinde einen Ueberrock mit Flanellfutter anfertigen zu lassen. Die Mutter des de Vargas erhält ferner 2 Rt., um ihn zu verpflegen. — Gott schenke uns allen unseren Unterhalt! 27 s. M. Im Aufträge des Vorstandes nehmen der Herr HH. und der Schatzmeister David Senior Rücksprache mit Frau Rachel de Lima, um zu erfahren, ob die 2000 M., welche deren verstorbener Ehemann David de Lima zur Ausstattung der Töchter de Vargas in Händen hatte, zur Verfügung stehen, um dem Bräutigam einer jener Töchter, die sich verheiraten will, eine feste Zusage machen zu können. In Gegenwart ihres Schwiegersohnes Jacob Pereira erklärte Frau de Lima, sie habe zwar in den Büchern ihres Mannes